13.08.2020, 15:19 Uhr

Kultur Das Projekt „360°. Kunst an Litfaßsäulen“ geht in die finale Runde

Gestaltungskonzept „Kann ein Carpaccio traurig sein?“. Foto: Barbara StefanGestaltungskonzept „Kann ein Carpaccio traurig sein?“. Foto: Barbara Stefan

Die Litfaßsäulen am Alten Kornmarkt, an der Eisernen Brücke/Wöhrdstraße und am Dachauplatz in Regensburg werden seit Anfang Juli alle zehn Tage in öffentliche Kunstwerke verwandelt. Dies geschieht im Rahmen des Projekts „360°. Kunst an Litfaßsäulen“, das vom Kulturreferat der Stadt Regensburg initiiert wurde.

Regensburg. Bei einer Laufzeit von zwei Monaten werden 15 künstlerische Konzepte an insgesamt vier Standorten, aufgeteilt in fünf Dekaden, präsentiert.

Ab Dienstag, 18. August, geht das Projekt in die fünfte und damit finale Runde, die bis zum 27. August 2020 zu sehen sein wird. Zum letzten Mal verwandeln sich die klassischen Werbeflächen in Leinwände und bringen Kunst in den öffentlichen Raum. Auch diesmal darf man gespannt sein, was sich die Regensburger Künstlerinnen und Künstler einfallen ließen.

Drei spannende künstlerische Konzepte für die fünfte Dekade

Die Gestaltung der Litfaßsäule am Alten Kornmarkt übernimmt die Regensburger Illustratorin und Kommunikationsdesignerin Barbara Stefan. Ihr Konzept trägt den Titel „Kann ein Carpaccio traurig sein“ und zeigt eine nunmehr vertraute Alltagsszene aus dem Homeoffice. Am Standort Dachauplatz lädt Johannes Steubl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung der Universität Regensburg, dazu ein, seinen grafischen Zyklus mit dem Titel „Ist da wer?“ zu erkunden. Mit Acrylfarbe und Edding entsteht bei dieser in situ-Gestaltung eine spannende Erzählung. Unter dem Titel „Rudelrundfahrten“ erschafft die Künstlergruppe „Touristifikation“ (Klaus Schwarzfischer und Hubert Lankes) an der Eisernen Brücke/Wöhrdstraße ein Werbeplakat nach dem Endlos-Prinzip. Die rundum beklebte Säule spricht die Problematik von Kreuzfahrten und dem Massentourismus in Regensburg an. Es ist eine Mahnung, gesellschaftlich bestehende Missstände trotz der Corona-Pandemie nicht auszublenden.

Durchgehend positive Rückmeldungen

Am Donnerstag, 27. August, geht die Aktion „360°. Kunst an Litfaßsäulen“ vorerst zu Ende. Kulturreferent Wolfgang Dersch blickt zufrieden zurück: „Das Projekt hat uns viel Freude bereitet, es wurden viele tolle Konzepte umgesetzt. Sowohl von künstlerischer Seite, als auch vonseiten der Öffentlichkeit kamen durchweg positive Rückmeldungen, viele Künstlerinnen und Künstler haben ‚ihre Säule‘ richtig lieb gewonnen. Wir überlegen gerade, in welcher Form wir das Projekt im nächsten Jahr fortsetzen könnten.“

Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.regensburg.de.


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