16.07.2020, 09:41 Uhr

„Wave“ Manuel Meier von „Ohrange“ begeistert mit einem Solo-Album auf Englisch


Das erste Solo-Album „Wave“ des Regensburger Musikers Manuel Meier erscheint am Freitag, 17. Juli. Obwohl er im Duo „Ohrange“ auf Baierisch singt, wagt er sich erstmals an englische Texte – und begeistert damit schon jetzt seine Fans.

Regensburg. Alles fing damit an, dass Manuel Meier, Gitarrist und Sänger des Regensburger Duos „Ohrange“, vor eineinhalb Jahren eine Amerikanerin kennenlernte. Er bekam Lust, Musik auf Englisch zu machen, und plötzlich war er im Fluss, schrieb einen Song nach dem anderen. „Ich habe drei Songs auf Englisch in zwei Tagen geschrieben“, erzählt der junge Musiker, „am Ende wurden es insgesamt neun“. Doch weil das Englische nicht zu „Ohrange“ gepasst hätte – dort singt er auf Baierisch – wurde ein Soloprojekt geboren. Weil alles so leicht und locker, so schnell und ähnlich einer Welle aus ihm raus kam, nannte Manuel Meier sein neues Projekt kurzerhand „Wave“. Zwei Songs sind bereits draußen, am Freitag, 17. Juli, folgt das ganze Album, auf dem als kleines Zuckerl zwei extra Songs erscheinen werden, die es online nicht geben wird. Und Manuel Meier hofft, dass er trotz Corona bald live spielen kann: „Livemusik ist die Kür, das gibt mir am meisten“, schwärmt er.

Erst mit 17 Jahren fing Manuel an, sich für Gitarre und Gesang zu interessieren. Er hörte viel Musik von den Red Hot Chili Peppers, Nirvana oder Jamiroquai und war jedes Mal begeistert, wenn er seine Vorbilder Gitarre spielen sah. „Ich wollte wissen, wie die das machen“, erinnert sich Manuel. Also ging er schüchtern hoch zu seinem Nachbarn, der ihm eine Gitarre lieh – und das Akkordelernen und Songschreiben konnte beginnen. Bei diesem Nachbarn handelte es sich übrigens um seinen heutigen „Ohrange“-Partner „Basti“. Doch aufgrund des Altersunterschiedes dauerte es ein bisschen, bis die beiden sich wieder trafen und „Ohrange“ gründeten.

Ob als Duo oder Solo – für Manuel Meier ist sein Leben gleichzeitig seine Inspiration: „Was bewegt mich selbst?“, fragt sich der Songschreiber oft. Geschichten zu erzählen, die ausgedacht sind, falle ihm dagegen sehr schwer. Ein großes Thema in seiner Musik ist wie so oft die Liebe. „Die Liebe ist ein großes Ding, sie ist magisch, jeder strebt danach“, das fasziniere ihn. Das habe dann das Bedürfnis, aus ihm rauszukommen – Manuel Meier vergleicht es mit dem Schreiben eines Tagebuchs. Bei den Fans scheint das neue Material jedenfalls gut anzukommen, das Feedback ist positiv, viele finden seine Stimme im Englischen attraktiver – selbst seine Mutter, seine größte Kritikerin, sei begeistert gewesen, erzählt der Regensburger.

Neben der Musik arbeitet Manuel Meier auch als Erzieher. Auch dort wurde er inspiriert: für ein Malprojekt. Was er vor vier Jahren angefangen hatte, aber wieder ein bisschen in Vergessenheit geraten war, holte er während des Corona-Lockdowns wieder hervor. Und so entstand „Kritzelo“, ein Malbuch mit 30 Bildern mit Mandalas. Die Box hat er mit seiner Freundin selbst gebaut und zu den Bildern gibt es eine passende Spotify-Playlist, die man während des Ausmalens hören kann.

Auch „Wave“ kann man bald auf Spotify hören, doch Manuel Meier hofft auch auf erste Liveauftritte und könnte sich irgendwann auch ein Trio oder eine Band vorstellen. Für den 4. Oktober wäre erst einmal ein Solo-Live-Auftritt in der „Heimat“ in Regensburg geplant. Bis dahin will Manuel Meier Videos drehen. Auch wenn die Stimmung wegen Corona derzeit angespannt sei – besonders Veranstaltungstechniker seien am Boden zerstört – findet er die Musikszene in Regensburg richtig gut: „Man muss nicht nach München oder Berlin, man muss sich nicht verstecken in Regensburg“ oder anders ausgedrückt: „In anderen Städten hat man die Fülle, bei uns die Qualität“. Davon kann man sich beim Reinhören in seine Songs selbst überzeugen. Infos gibt es unter www.mnlmeier.de.


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