29.01.2020, 23:05 Uhr

In der Staatlichen Bibliothek Zum 60. Todestag – Schriftstellerverband würdigt Victor Klemperer mit einer Lesung

Victor Klemperer (1952), Bundesarchiv, Bild 183-16552-0002 (Foto: wikicommons)Victor Klemperer (1952), Bundesarchiv, Bild 183-16552-0002 (Foto: wikicommons)

Der deutsche Romanist Victor Klemperer (1881 bis 1960) gilt als einer der wichtigsten Chronisten der Zeit des Nationalsozialismus. Als protestantischer Intellektueller jüdischer Herkunft war er der Ausgrenzung und Entrechtung durch die Nationalsozialisten in besonderer Weise ausgesetzt.

REGENSBURG Er lebte mit seiner Frau in Dresden. Die Werke des Romanisten, insbesondere „LTI – Notizbuch eines Philologen“ (Lingua Tertii Imperii: Sprache des Dritten Reiches), sowie seine unter dem Titel „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten (1933–1945)“ herausgegebenen Tagebücher dokumentieren die Wirklichkeit eines Verfolgten auf eindringliche Art und Weise. Das Chaos der Bombennacht in Dresden im Februar 1945 nutzte Victor Klemperer, um sich den Judenstern herunterzureißen. Zusammen mit seiner Frau floh Klemperer durch Sachsen und Bayern. Dabei kam er auch durch Regensburg.

Aus Anlass seines 60. Todestages lesen Claudia Spelic, Martin Stauder, Rolf Stemmle und Thyra Thorn (alle: VS Ostbayern) am Montag, 10. Februar, 19 Uhr, im Rahmen der Reihe „R-lesen“ im Lesesaal der Staatlichen Bibliothek Regensburg nach einer kurzen Einführung von Dr. Bernhard Lübbers (Staatliche Bibliothek Regensburg) aus dem Werk Victor Klemperers. Die Veranstaltung wird von Dr. Marita A. Panzer moderiert. Der Eintritt ist frei. Der Eintritt ist frei.

Die Lesung aus der Reihe „R-lesen“ wird veranstaltet vom Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di, Regionalgruppe Ostbayern (VS Ostbayern), und der Staatlichen Bibliothek Regensburg. Die Staatliche Bibliothek Regensburg und der VS Ostbayern setzen damit ihre Veranstaltungsreihe „R-lesen“ fort. Dabei geht es um Literarisches im weitesten Sinne. Ein angestrebtes Ziel ist es, manch Neues zu entdecken, mithin also neu Erlesenes zu präsentieren. Autoren der Region sollen dabei ebenso im Mittelpunkt stehen wie oft nur mäßig beachtete Literaturformen oder aktuelle Publikationen bzw. Entwicklungen rund um das Medium Buch. Die Veranstaltungsreihe findet vierteljährlich üblicherweise im Lesesaal der Staatlichen Bibliothek statt.


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