17.09.2019, 22:23 Uhr

Der „King“ in der Oberpfalz Brief, Autogramm und Fotos von Elvis Presley kommen in die Staatliche Bibliothek Regensburg

Esther Hoffmann übergibt Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers den Brief des „King“. (Foto: Staatl. Bibliothek/Thomas Holz)Esther Hoffmann übergibt Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers den Brief des „King“. (Foto: Staatl. Bibliothek/Thomas Holz)

Er war der größte Superstar der Rock’n’Roll-Geschichte: Elvis Presley. Zu Lebzeiten veröffentlichte er 89 Alben und verkaufte etwa 500 Millionen Tonträger. Wenig bekannt ist indes, dass der „King“ auch in der Oberpfalz Spuren hinterlassen hat.

REGENSBURG Während seines zweijährigen Militärdienstes, den er größtenteils in Deutschlands absolvierte, nahm Sergeant Presley auch an Manövern teil, darunter in Grafenwöhr. Im Februar 1960 war er etwa an der Operation „Winter Shield“ beteiligt, zusammen mit circa 60.000 anderen Soldaten der US-Armee und der Bundeswehr. Am 5. Februar 1960 hielt das damalige Teenie-Idol mit seinem Jeep auch in Hirschau. Dort lief er einem dortigen Lokaljournalisten in die Arme. Josef Müller, genannt Sepp Müller-Anderl, hatte an diesem Tag das Glück auf seiner Seite. Der von unzähligen Journalisten und Autogrammjägern gejagte Superstar hielt genau vor seinem Haus. Müller konnte nicht nur ein Interview mit ihm führen, sondern auch eine Reihe Fotos schießen. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten schrieb Elvis Presley dem Journalisten auch einen Brief, den Müller bis an sein Lebensende wie seinen Augapfel hütete. Jetzt übergab seine Tochter, Esther Hoffmann, der Staatlichen Bibliothek Regensburg den Brief und Fotos, um diese wichtigen Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers freute sich über den Bestandszuwachs für sein Haus: „Der Brief sowie die Fotos, die den Aufenthalt von Elvis Presley in der Oberpfalz dokumentieren, stellen eine entscheidende Bereicherung unserer gerade für die Oberpfalz bereits umfassenden Sammlung dar. Wir freuen uns außerordentlich, dass Frau Hoffmann uns diese wertvollen Dokumente aus dem Nachlass ihres Vaters überlassen hat. Wir werden sie erschließen und so der wissenschaftlichen Forschung zugänglich machen.“


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