24.07.2019, 16:45 Uhr

Gemeinsames Engagement Museen der Stadt Regensburg und Förderverein – 30 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

Mitglieder des Förderkreises der Museen der Stadt Regensburg beim Besuch des Museums „Das Maximum“ in Traunreut im Juni 2019. (Foto: Ralf Temporale)Mitglieder des Förderkreises der Museen der Stadt Regensburg beim Besuch des Museums „Das Maximum“ in Traunreut im Juni 2019. (Foto: Ralf Temporale)

Am Freitag, 19. Juli, haben die Museen der Stadt Regensburg und der Förderkreis der Museen der Stadt Regensburg e. V. anlässlich des dreißigjährigen Bestehens des Vereins ins Historische Museum eingeladen. Dort findet nicht nur ein Rückblick auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre statt. Es wird auch ein aktuelles Förderprojekt vorgestellt.

REGENSBURG Für ein Museum sind nicht nur seine Sammlungen, seine wertvollen Bestände und deren Präsentation wichtig. Was für die Außenwirkung genauso zählt, ist die Verbundenheit nach außen, zu Interessierten, zu Freunden, zu Unterstützern: Sie tragen dazu bei, dass ein Museum vernetzt ist, dass Austausch stattfindet, mit einem Wort: dass ein Museum lebt.

Die Museen der Stadt Regensburg sind sehr stolz darauf, dass es seit 30 Jahren einen Förderverein gibt, der genau in diesem Sinne tätig ist. Konkret verfolgt der Förderkreis der Museen der Stadt Regensburg e. V. als gemeinnütziger Verein laut Satzung das Ziel, ausschließlich und unmittelbar die Museen der Stadt Regensburg zu fördern. Sein Zweck besteht darin, zur Erhaltung und Erweiterung der musealen Bestände beizutragen, also finanzielle Unterstützung beim Erwerb oder bei der Konservierung bzw. Restaurierung von Museumsobjekten zu leisten. Erstmals war dies beim Erwerb des Römerschatzes aus Kumpfmühl der Fall; in diesem Zusammenhang wurde der Verein 1989 gegründet. Ein anderes Beispiel: die Restaurierung eines spätmittelalterlichen Flügelaltars aus der Schule des berühmten Hans Leinberger 2003/04.

Darüber hinaus unterstützt der Verein die laufende Museumsarbeit. Über die Jahre ist die Mitgliederzahl stetig gewachsen, sodass der Förderkreis bis heute auf eine höchst erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Aktuell wird er vom 1. Vorsitzenden Gerd Temporale und vom 2. Vorsitzenden Franz Hohenleutner geleitet.

Mit der jeweiligen Museumsleitung arbeitet der Förderkreis immer eng und vertrauensvoll zusammen. Entsprechend positiv wird dort das Engagement, das rein ehrenamtlicher Natur ist, aufgenommen. Museumsleiterin PD Dr. Doris Gerstl freut sich: „Seit 30 Jahren können wir uns auf unseren Förderkreis verlassen. Wir wissen, dass wir bei seinen Mitgliedern auf offene Ohren stoßen, wenn es darum geht, die Belange des Museums nach vorn zu bringen – sei es finanziell oder ideell. Mit Dank schauen wir zurück auf die bereits geleistete Unterstützung. Und mit Zuversicht blicken wir auf das, was kommt. Wir stehen in nächster Zeit vor großen Herausforderungen: dem Neubau eines modernen Museumsdepots und, daran anschließend, der Sanierung des Historischen Museums. Hand in Hand mit ‚unserem‘ Förderkreis werden wir die Museen fit machen für das 21. Jahrhundert.“

Für die Arbeit des Förderkreises gibt es ein ganz aktuelles Beispiel. Mit einer großzügigen finanziellen Zuwendung hat er die Konservierung und Restaurierung eines spektakulären Objekts möglich gemacht. Es wurde bei den umfangreichen Ausgrabungen, die im Stadtteil Burgweinting stattfinden, im Jahr 2012 aus dem Boden geborgen: die hölzerne Einfassung eines Brunnenschachts aus der Römerzeit, datiert um 120 nach Christus. Sie besteht aus zwei Fässern bzw. ihren Dauben; beide befinden sich in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand.

Eines der Fässer des Römer-Brunnens – restauriert mit Mitteln des Förderkreises und unterstützt vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege – ist aus Anlass des Jubiläums des Förderkreises im Historischen Museum in der Reihe „Depotobjekt des Monats“ bis zum 31. Juli zu sehen. Ohne die großzügige Unterstützung seitens des Förderkreises wäre eine Präsentation des Brunnens als Ausstellungsstück im Museum nicht möglich gewesen – ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig das Engagement des Förderkreises ist und bleibt.


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