05.06.2019, 20:11 Uhr

„ART LAB Gleis 1-9“ Das Abenteuer Kunst beginnt am Bahnhof in der alten Unterführung

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eröffnet neuen Kunstort für Regensburg mit Künstler Marcus Kaiser (2.v.l.), Regina Hellwig-Schmid und Hans Simon-Pelanda (r.) von der „donumenta“ sowie Bahnhofsmanager Walter Reichenberger. (Foto: donumenta)Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eröffnet neuen Kunstort für Regensburg mit Künstler Marcus Kaiser (2.v.l.), Regina Hellwig-Schmid und Hans Simon-Pelanda (r.) von der „donumenta“ sowie Bahnhofsmanager Walter Reichenberger. (Foto: donumenta)

„Wenn Frau Hellwig-Schmid einlädt, ist das immer etwas Besonderes“, zollte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer dem „donumenta“ e. V. Anerkennung. Am Dienstagmittag, 4. Juni, eröffnete der Verein das „ART LAB Gleis 1-9“ am Hauptbahnhof und gleichzeitig die Ausstellung des Düsseldorfer Künstlers Marcus Kaiser.

REGENSBURG Marcus Kaiser ist der erste, der die ehemalige Unterführung des Hauptbahnhofs Regensburg bespielt. In ihrer Einführung ging Kuratorin Regina Hellwig-Schmid auf die Idee der Lebensrauminstallation Kaisers ein: „Sie ist im Spannungsfeld zwischen Musik und Bildender Kunst verortet, folgt einer Raum- und Zeitstruktur. Alle Arbeiten sind offen, bleiben immer im Prozess, integrieren das Jetzt und das Heute und hier im Tunnel sogar die Geräusche der vorbeifahrenden Züge.“ Durch tägliche Video- und Tonaufnahmen, die Kaiser in seiner Lebensrauminstallation weiterverarbeite, werde das „ART LAB Gleis 1-9“ Teil von Kaisers Kosmos, erklärte Hellwig-Schmid.

Sie sprach über die Entstehung von Marcus Kaisers Assemblagen aus gesammelten Eierschalen und Teebeuteln, die Bedeutung seines Regenwalds in der raumgreifenden Installation, seine poetische-meditative Arbeit „Der Rand der Tage“ und seine überarbeiteten Kontoauszüge. Kaisers Lebensrauminstallation ist ein Gesamtkunstwerk und auch eine Langzeitstudie mit klarem Anfang aber noch unvorhersehbarem Ende. „Die Werke können ohne viele Erklärungen Geschichten erzählen“, sagt Regina Hellwig-Schmid und freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher, für die jetzt am Hauptbahnhof ein ganz neues, besonderes Abenteuer beginne, nämlich die Begegnung mit der Kunst.

Jede Menge Laufkundschaft

Hans Simon-Pelanda, zweiter Vorsitzender des „donumenta“ e. V., erinnerte anlässlich der Eröffnung des „ART LAB Gleis 1-9“ auf die Geschichte des Bahnhofs und seine Bedeutung als Mobilitätsdrehscheibe. „30.000 Menschen frequentieren täglich den Regensburger Bahnhof. Das bedeutet jede Menge Laufkundschaft“, erklärte Simon-Pelanda. Die „donumenta“ löse mit dem „ART LAB Gleis 1-9“ den Anspruch ein, Kunst zu den Menschen zu bringen. Regina Hellwig-Schmid und ihr Team habe die Bahnhofsunterführung aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sagte Walter Reichenberger, Leiter des Bahnhofsmanagements.


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