20.05.2019, 11:14 Uhr

Veranstaltung der FOSBOS Regensburg „An vielen Waren klebt Kinderblut“ – Vortrag zum Thema Kinderarbeit

(Foto: FOSBOS Regensburg)(Foto: FOSBOS Regensburg)

Es ist immer wieder erstaunlich zu erleben, wie sensibel junge Menschen auf soziales Unrecht reagieren, auch wenn dies nicht direkt vor ihrer Haustüre geschieht. Die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Regensburg informierten sich ein ganzes Schuljahr lang über Kinder- und Jugendrechte in Regensburg und über ausbeuterische Kinderarbeit in Indien.

REGENSBURG Die Autobiographie des Kinderarbeits-Experten Benjamin Pütter „Kleine Hände – großer Profit“ diente als Informationsbasis und motivierte die Jugendlichen, eine Online-Petition mit dem Titel „Tu was“ gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu starten. Besuche bei der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung St. Vincent gaben darüber hinaus Impulse zu der Frage, wie Kinderrechte in Deutschland noch besser umgesetzt werden können. Zum krönenden Abschluss ihres Projekts hatten die Schülerinnen und Schüler am Dienstag, 14. Mai, einen Benefiz-Abend mit dem Kinderarbeits-Experten Benjamin Pütter im Leeren Beutel gestaltet. Melanie Miller und Michelle Weiß aus der zwölften Klasse moderierten die Veranstaltung souverän, die von der Kinder- und Jugendstiftung „Openion“ finanziell gefördert wurde.

„An vielen Waren klebt Kinderblut.“, so Benjamin Pütter, der für die katholische Organisation „Die Sternsinger“ arbeitet. In deren Auftrag befreit er Kinder aus versklavender Arbeit und ermöglicht es ihnen, eine Schule zu besuchen. Pütter hat das Steine-Siegel „Xertifix“ entwickelt, das garantieren soll, dass aus Indien importierte Granit- oder Grabsteine ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Das mehrfach prämierte Maharaj-Trio aus Nord-Indien unterstützt Pütters Engagement seit Jahren. Häufig treten sie gemeinsam auf, wie auch am Dienstag in Regensburg. Sie faszinierten das Publikum mit ungewohnten Klängen und melodischen Improvisationen. Das Instrumentaltrio ist in der Tradition der indischen Raga-Musik zuhause und weltweit unterwegs. Wer es am 14. Mai verpasst hat, die Musiker live zu erleben, kann dies am 21. Juni im Nepal-Tempel in Wiesent nachholen.


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