13.04.2019, 13:57 Uhr

Kunst zu Ostern Das Museum „Spur“ in Cham hat nach der Winterpause wieder geöffnet

(Foto: Stadtarchiv Cham)(Foto: Stadtarchiv Cham)

Das Museum „Spur“ in Cham ist ab 20. April wieder nach der Winterpause geöffnet, es ist an Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen (Karfreitag geschlossen). Dann ist das Haus wie gehabt Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr zugänglich.

CHAM Das Museum „Spur“ ist im ehemaligen „Armenhaus“ der Stadt Cham, einem spätgotischen Gebäude, in der Schützenstraße direkt am Regen gelegen, eingerichtet. Das südwestlich vor dem Biertor gelegene Gebäude zählt zu den ältesten noch erhaltenen Profanbauten der Stadt. Das Haus zeigt Malerei, Plastik und Arbeiten auf Papier der Gruppe SPUR, einer Künstlergruppe, die in den 1950er-Jahren in München zusammenfand. Mit den vier Mitgliedern Heimrad Prem, Helmut Sturm, Lothar Fischer und HP Zimmer bestand die Gruppe „Spur“ bis 1965. An den Ostertagen wird im Erdgeschoss noch letztmalig die heimatgeschichtliche Ausstellung des Stadtarchivs Cham unter dem Titel „Cham in den 1920er-Jahren“ gezeigt. In zwei Räumen im Erdgeschoss beleuchtet das Stadtarchiv einen Zeitabschnitt, der nicht nur in den großen Metropolen wie Berlin oder München deutliche Spuren hinterließ, sondern auch im eher beschaulichen Cham. Historische Fotos und erläuternde Texte erinnern an dieses unruhige, aber sehr lebendige Jahrzehnt, dessen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt noch heute zu erkennen ist.

Eine kleine Abteilung im Museum ist dem Thema „Cham und der Film „Die Brücke´´“ gewidmet, die an den 1959 in Cham gedrehten Film des bekannten Regisseurs Bernhard Wicki erinnert. Das ehemalige Armenhaus, das heutige Museum „Spur“, befand sich im Jahr 1959 direkt am Ort des Geschehens. In der Schützenstraße und rund um die Florian-Geyer-Brücke wurden innerhalb weniger Wochen jene erschütternden Szenen gedreht, die Kinobesuchern in aller Welt die Schrecken des Krieges vor Augen führten.

Im Obergeschoss des Museums „Spur“ sind ebenfalls ab Karsamstag zu den gleichen Öffnungszeiten Arbeiten der Künstlergruppe „Spur“ zu sehen. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Helmut Sturm (1932 bis 2008), die während eines Studienaufenthalts des Malers 1958/59 in Paris entstanden sind. Der Eintritt in das Museum „Spur“ Cham ist frei.

Die Städtische Galerie Cordonhaus Cham zeigt bis 19. Mai die Ausstellung von Pomona Zipser und Kolja Gollub: The title is „untitled“. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham präsentiert zahlreiche aktuelle Plastiken und Objekte von Pomona Zipser im Dialog mit einer neuen Serie an Malereien und Zeichnungen von Kolja Gollub.

Im zweiten Obergeschoss des Cordonhauses ist die Prähistorische Ausstellung „Aus grauer Vorzeit“ zur Vor- und Frühgeschichte von Cham und Umgebung zu sehen. Anhand von Verbreitungskarten, Fundkarten, Bodenfunden (Originale und Nachbildungen) und Erläuterungstexten zu den einzelnen Kulturstufen werden die Spuren erster menschlicher Begehung und Besiedlung der Cham-Further Senke aufgezeigt. Außerdem vermittelt die Ausstellung einen Einblick in die lokale Forschungsgeschichte.

Die Öffnungszeiten des Cordonhauses sind Mittwoch bis Sonntag und Feiertage von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag von 14 bis 19 Uhr. Ostersonntag und Ostermontag geöffnet, Karfreitag geschlossen.


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