26.03.2019, 09:29 Uhr

Gelebte Nachbarschaft in Schönsee Sylvia Stierstorfe zu Gast im Centrum Bavaria Bohemia im Landkreis Schwandorf

Birgit Höcherl, Bürgermeisterin von Schönsee; Dr. Veronika Hofinger, Leiterin des Centrums Bavaria Bohemia; Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene; Gabriele Dlubal, zweite Vorsitzende des Trägervereins Bavaria Bohemia. (Foto: Geschäftsstelle der Aussiedler- und Vertriebenenbeauftragten) (Foto: Geschäftsstelle)Birgit Höcherl, Bürgermeisterin von Schönsee; Dr. Veronika Hofinger, Leiterin des Centrums Bavaria Bohemia; Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene; Gabriele Dlubal, zweite Vorsitzende des Trägervereins Bavaria Bohemia. (Foto: Geschäftsstelle der Aussiedler- und Vertriebenenbeauftragten) (Foto: Geschäftsstelle)

Am Freitag, 22. März, war die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Sylvia Stierstorfer, zu Gast im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee.

SCHÖNSEE Dort traf sie sich im alten Kommunbräuhaus der Stadt Schönsee, in dem mittlerweile das Zentrum als Koordinierungsstelle für die bayerisch-tschechische kulturelle Zusammenarbeit logiert, mit dessen Leiterin Dr. Veronika Hofinger, der Bürgermeisterin von Schönsee, Birgit Höcherl und der zweiten Vorsitzenden des Trägervereins Bavaria Bohemia e. V., Gabriele Dlubal, zu einer Führung durch das Institut und einem Meinungsaustausch.

Das Zentrum informiert in umfassender Weise über den tschechischen Nachbarn, die gemeinsame Geschichte im Grenzgebiet und fungiert gleichermaßen als Begegnungsstätte wie als Ort des kulturellen Austauschs und touristische Anlaufstelle für Reisende von beiderseits der Grenze. Es fördert grenzüberschreitende Projekte vom Künstleraustausch bis hin zu Schul- und Gemeindepartnerschaften und Sprachkursen. Die Beauftragte zeigte sich beeindruckt von den Ausstellungsräumen des Gebäudes, noch mehr aber von dem Umfang der Leistungen, die das Institut mit einem sehr kleinen Mitarbeiterstab erbringt: „Es ist großartig, was Sie hier für die deutsch-tschechische Verständigung tun, wie Sie mehr Wissen über den Nachbarn vermitteln, Interesse wecken und dabei zugleich auch das kulturelle Profil der Stadt und der Region schärfen. Das verdient höchste Anerkennung und ich bin dankbar, dass wir so etwas wie das CeBB in Bayern haben“.

Im Rahmen ihres Besuchs besichtigte Sylvia Stierstorfer die verschiedenen Expositionen des Zentrums, beginnend von der Zeittafel zur deutsch-tschechischen Geschichte seit 1918 über die Ausstellungsdauerleihgabe des Tschechischen Zentrums „1918 – 1968“ bis hin zu einer Wanderausstellung des tschechischen Instituts für die Erforschung totalitärer Regime über jene böhmischen und mährischen Adligen, die sich auch nach 1938 zur Tschechoslowakischen Republik bekannt hatten. Weiter präsentiert das CeBB bis Ende März in Zusammenarbeit mit dem Adalbert-Stifter-Verein die Ausstellung „30 Jahre Zusammenarbeit“, die im April dann von einer Präsentation der Ackermann-Gemeinde zu „Zeugen der Menschlichkeit“ abgelöst wird. Unabhängig davon engagiert sich das Centrum Bavaria Bohemia in vier größeren Projekten, die die ganze Vielfalt und den Reichtum der bayerisch-tschechischen kulturellen Zusammenarbeit abbilden.


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