01.02.2019, 12:08 Uhr

Schätze aus dem Museums-Depot Mit diesem Bohrer öffnete man im 18. Jahrhundert Schädel

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Eine neue Reihe präsentiert im Historischen Museum seit Anfang des Jahres Schätze aus den Depots der Museen der Stadt Regensburg.

REGENSBURG Seltenes, Wertvolles und Kurioses – welche Schätze schlummern eigentlich in den Depots der städtischen Museen? Dieser Frage geht die neue Reihe „Depotobjekt des Monats“ nach. Das ganze Jahr über wird im Historischen Museum jeden Monat ein Objekt, das sonst in einem der Depots eingelagert ist, öffentlich gezeigt. So stellt die Präsentationsreihe die Bandbreite der kunstgeschichtlichen, kulturhistorischen und archäologischen Objekte unter Beweis, die sich im Besitz der Museen der Stadt Regensburg befinden.

Medizinische Instrumente; ein Gewehr von Andreas Kuchenreuter; eine Schandmaske aus Stadtamhof; eine Ansichtstasse, die das Kepler-Denkmal zeigt; ein römerzeitlicher Fassbrunnen aus Burgweinting; eine Tromba marina; keltische Grabfunde; Ergebnisse der Provenienzforschung; ein zeitgenössisches Objekt der Münchner Gruppe „Co-laborativ“; bronzezeitliche Sauggefäße; eine frühmittelalterliche Schwertklinge; Weihnachtspapier: All diese verschiedenen Objekte werden der Reihe nach vorgestellt.

Da die Depots der Museen nicht öffentlich zugänglich sind, bietet die Reihe die einmalige Gelegenheit, gewissermaßen hinter die Kulissen zu blicken und Objekte zu erleben, die ansonsten dem Auge des Besuchers entzogen sind. In Zukunft werden sie zusammen mit zahlreichen anderen Objekten im geplanten neuen Depot der Museen der Stadt Regensburg aufbewahrt werden.

Aktuell wird ein Trepanierbohrer ausgestellt, ein medizinisches Instrument aus dem 18. Jahrhundert, das in der Schädelchirurgie eingesetzt wurde. Ab Mitte Februar folgt eine Schandmaske aus Stadtamhof aus der Zeit um 1620. Zu diesem Objekt finden am Donnerstag, 14. Februar 2019, und am Donnerstag, 28. Februar 2019, jeweils um 12 Uhr Führungen mit einer Dauer von 10 bis 20 Minuten statt – ideal für einen kurzen Besuch im Museum während der Mittagspause. Der Besuch der Führung ist mit dem Erwerb eines Museumstickets möglich.

Schandmaske, um 1620 (Foto: Museen der Stadt Regensburg, Mic)

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