30.01.2019, 11:37 Uhr

Treffpunkt Ehrenamt Gesucht: große Entdecker für Kleine Entdecker


„Kleine Entdecker – ganz groß!“ ist ein Projekt des Treffpunkt Ehrenamt und zum absoluten Renner geworden. Seit Anfang 2014 wird es sehr erfolgreich in fast 40 Kindergärten im Landkreis umgesetzt. Seit 2016 geht der Treffpunkt Ehrenamt als einziger Standort in Bayern damit auch in die Grundschulen. Mittlerweile machen mehr als 20 Grundschulen mit und die Nachfrage steigt stetig.

CHAM Dass das Projekt so ankommt, haben die Verantwortlichen gehofft. Doch die Erwartungen wurden weit übertroffen und alle Nachfragen zu erfüllen ist längst zur Mammutaufgabe geworden. Deswegen sucht der Treffpunkt Ehrenamt weitere Freiwillige, die bei den „Kleinen Entdeckern“ mitmachen. Einen beruflichen oder gar akademischen Hintergrund müssen die Freiwilligen dafür nicht haben, denn die interessierten Helfer werden in qualifizierten Workshops auf die „Arbeit“ mit den Kindern gut vorbereitet. Lehrmaterial, Bücher und Skripten werden zur Verfügung gestellt, regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch werden angeboten und dienen der Weiterentwicklung.

Ein oder mehrere Freiwillige gehen regelmäßig in „ihren“ Kindergarten oder in Grundschulen und führen dort in Kleingruppen etwa eine Dreiviertelstunde lang spannende kleine Experimente mit den Kindern durch. In manchen Einrichtungen wird lieber an mehreren Tagen hintereinander im Rahmen von Projektwochen experimentiert.

Das Besondere bei den Kleinen Entdeckern: Es wird nicht vorgeführt, sondern die Kinder (Kleingruppe) dürfen soweit als möglich selber mittun, die Feder vordie Kerze halten, um die Regenbogenfarben zu sehen, sie dürfen den Löffel festhalten, auf dem das Wasser verdampft, bis die Kristalle erscheinen, wie der Stromkreislauf funktioniert oder wie man einen Hebel richtig ansetzt…. Nahezu alle Versuche sind mit haushaltsüblichen Mitteln durchführbar, mit Essig und Backpulver, Filterpapier und Teelicht.

Die Kinder sollen selber sehen, fragen und erkennen, nicht mit Erklärungen überschüttet werden, es wird nicht „unterrichtet“, sondern Spaß und Interesse an der Sache geweckt. Kinder schon früh für naturwissenschaftliche Fragen zu begeistern – dies ist das Ziel des Projekts.

Gabi Aschenbrenner ist die ehrenamtliche Projektkoordinatorin für „Kleine Entdecker“ im Treffpunkt Ehrenamt. Sie zieht nach fünf Jahren eine durchweg positive Zwischenbilanz: „Es ist sehr schön zu sehen, wie die Kinder und die Freiwilligen zusammen Neues im Alltäglichen entdecken. Unsere Freiwilligen sind mit sehr viel Engagement und großer Freude dabei und erzählen begeistert von ihren Erlebnissen mit ‚ihren‘ jungen Forschern. Von den Freiwilligen erwarten wir nur etwas Freude im Umfang mit Kindern und natürlich die Geduld, wenn einem Löcher in den Bauch gefragt werden. Eine spezielle Vorbildung ist nicht notwendig. Bei uns sind pensionierte Ingenieure genauso im Einsatz wie Hausfrauen.“

Schul- und Kindergartenleitungen freuen sich und loben den pädagogischen Ansatz des Projekts. Die „Großen Entdecker“ gewähren den „Kleinen Entdeckern“ einen experimentellen Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Themen, der ihrem Forscherdrang und ihrer Welt entspricht. Es weckt bei ihnen die Neugierde und erweitert spielerisch ihr Wissen.

Am Freitag, 1. Februar, findet von 14.30 bis circa 17.30 Uhr in den Räumen der Chamer Wasserwacht (Tiergartenstraße 10) wieder eine Schulungsmaßnahme statt. Neulinge sind herzlichen willkommen.

Alle Interessierten im Landkreis Cham sind herzlich aufgerufen, sich bei Karlheinz Sölch und Karin Zollner im Treffpunkt Ehrenamt unter Telefon 09971/ 78285 oder per Email karlheinz.soelch@lra.landkreis-cham zu melden. Sie geben gerne Auskunft über das Projekt und die Einsatzmöglichkeiten.


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