21.01.2019, 08:09 Uhr

Buchneuheit Eine schöne Liebeserklärung an Regensburgs grüne Lungen

Regensburgs Parks und Grünanlagen - hier der Stadtpark - umfassen knapp 300 Hektar. Viele Regensburger lieben sie. (Foto: ce)Regensburgs Parks und Grünanlagen - hier der Stadtpark - umfassen knapp 300 Hektar. Viele Regensburger lieben sie. (Foto: ce)

Ein Buch über Parks und Grünanlagen ist eine Liebeserklärung an die „Begehbaren Träume“, wie der Titel des Buches lautmalerisch heißt.

REGENSBURG Ein feines Büchlein fasst zusammen, wo Regensburg Natur atmet: „Begehbare Träume“ heißt es, die Autorin Dagmar Obermeier-Kundel ist Stadtsprecherin in Regensburg und erschienen ist ihr Buch in der „edition buntehunde“. Es macht Lust auf Natur in einer historischen Stadt – und weckt die Sehnsucht nach Frühling. Schon das Cover führt in eine verzauberte Welt, die vom Alten Rathaus kaum mehr als 1.000 Schritte entfernt liegt: Die wunderschöne Kastanien-Allee an der Donau ist ein Kleinod. „Es gibt in Regensburg insgesamt 19 weitläufige Grünanlagen mit der Bezeichnung Park im Namen und weitere 103 große Grünflächen“, schreibt die Autorin im Vorwort. „Deren Gesamtfläche beträgt 236 Hektar.“ So beginnt die Reise in die grünen Paradiese. Die Regensburger lieben ihre Parks, die oftmals eine lange Geschichte haben.

Der Villapark mit der Königlichen Villa ist ebenso ein Kleinod wie der Herzogspark, an dem man die Geschichte des 30-jährigen Krieges an hohem Schutzwall ablesen kann. Und schon allein der Alleengürtel, den viele Regensburger tagtäglich gedankenversunken durchqueren, hat eine Geschichte: Direkt vor der mittelalterlichen Stadtmauer, die man heute nicht mehr sieht, ließ Carl Anselm von Thurn und Taxis 900 Bäume pflanzen. Heute sind es 2.000. Wie sehr die Regensburger ihre Parks lieben, das merkte die Stadt vor allem, als der wundersame Dörnbergpark gesperrt werden musste. Der nach englischen Gärten gepflanzte Park hat eine wundersame Geschichte: Ein verschrobener Adeliger wollte den Park einst für Frauen unzugänglich machen, die Nazis wollten darin eine „Thing-Stätte“ errichten – heute beherbergt er Architektur- und Anwaltsbüros. Doch die Bäume werden morsch. Auch das spricht Obermeier-Kundel an: Dass das Gartenamt, dessen Leiter ein Vorwort beitrug ebenso wie Jürgen Huber, der grüne Bürgermeister, seither um den Park kämpft.

Bald soll er wieder eröffnet werden – ein Zeitdokument über die Parks hat die Autorin schon vorgelegt.


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