05.10.2018, 10:35 Uhr

Kultur in Regensburg Das Drama „Una cosa rara“ feiert im Theater am Bismarckplatz Premiere

Markus Lüpertz. (Foto: Theater Regensburg/Fleischmann)Markus Lüpertz. (Foto: Theater Regensburg/Fleischmann)

Vicente Martín y Solers Oper „Una cosa rara“ war nach der Uraufführung 1786 in Wien alles andere als eine „seltene Sache“ – im Gegenteil: Das Stück des Spaniers verdrängte Mozarts „Le nozze di Figaro“ vom Spielplan des Burgtheaters und die Wiener verfielen in eine solche Euphorie, dass sie begannen, sich „alla cosa rara“ zu kleiden.

REGENSBURG Die Geschichte um die selbstbewussten Freundinnen Lilla und Ghita, die aus Liebe zu ihren Verlobten selbst Prinzen und Edelmännern ein Schnippchen schlagen, ist heute tatsächlich zu einer „cosa rara“, einer Seltenheit, geworden. Das Libretto für diese virtuos verwickelte Komödie verfasste niemand Geringeres als Lorenzo da Ponte, laut dem die Wiener nie zuvor „eine so reizende, so ansprechende, so neue und so volkstümliche Musik“ wie in „Una cosa rara“ zu hören bekommen hätten.

Am Theater Regensburg erwecken Regisseur Andreas Baesler und der bildende Künstler Markus Lüpertz mit dieser Opern-Wiederentdeckung die galante Welt des 18. Jahrhunderts zu neuem Leben. Lüpertz, der als einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Deutschlands für eine archaische, farbenreiche Bildsprache steht, wird dafür die Bühne am Bismarckplatz in eine opulent-pastorale Landschaft verwandeln, die spielerisch einen Bogen von der Klassik zur Gegenwart schlägt. Die Premiere findet am Samstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr, im Theater am Bismarckplatz statt.

Karten reservieren kann man unter der Telefonnummer 0941/ 5072424 oder per Mail an karten@theaterregensburg.de.


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