28.08.2018, 17:05 Uhr

„Mit den Großeltern ins Museum“ Museen im Landkreis Cham laden zu einer Reise in die Vergangenheit ein

(Foto: Landratsamt Cham)(Foto: Landratsamt Cham)

Viele Museen im Landkreis Cham laden am Mittwoch, 5. September, besonders Großeltern und ihre Enkelkinder zum Besuch ein. Bereits zum zehnten Mal wird die generationenübergreifende Ferienaktion vom Kultur- und Museumsreferat des Landkreises Cham, das Kooperationspartner des „Lokalen Bündnisses für Familie im Landkreis Cham“ ist, organisiert.

LANDKREIS CHAM Der Nachmittag soll zu gemeinsamen Erlebnissen von Jung und Alt anregen: beim Entdecken und Betrachten von Dingen aus der Vergangenheit im Museum, beim Erkunden interessanter Baudenkmäler oder bei gemeinsamen Mitmachaktionen. In Tiefenbach beteiligt sich das Ludwig Gebhard Museum in der Hauptstraße an der Aktion. Es ist von 14 bis 16 Uhr geöffnet, um 14 Uhr findet eine Führung im Museum und in der aktuellen Ausstellung „Ludwig Gebhard – Alles Zeichnung. Von der Skizze über die Feder, den Bleistift und den Buntstift zur Graphit-Lasur“ mit Kulturbeauftragtem Richard Bierl statt. Die aktuelle Ausstellung bietet einen umfangreichen Überblick über das vielfältige Schaffen Ludwig Gebhards im Bereich der Zeichnung. Die Kinder können die verschiedenen Techniken wie Bleistiftzeichnungen, Tuschfederzeichnungen und Buntstiftzeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers kennenlernen.

Ebenfalls beteiligt ist das Museum ehemalige Klöppelschule Tiefenbach in der Hauptstraße. Es ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet. In der Klöppelschule Tiefenbach lernten Mädchen und Buben seit 1907 das Spitzenklöppeln, das als Nebenverdienst zum Unterhalt der Familien beitrug. Im Museum erfahren die Kinder viel über den Alltag der damaligen Schüler und Schülerinnen der Klöppelschule. Die Schule bot Kindern im Alter von sieben bis 16 Jahren eine fundierte Ausbildung im Spitzenklöppeln und Musterzeichnen. Nachmittags besuchten die Mädchen freiwillig circa 30 Stunden den Klöppelunterricht. Mit der allgemeinen Schulpflicht kamen sie auf bis zu 60 Wochenstunden. 80 bis 120 Schülerinnen wurden im Lehrsaal in drei Abteilungen unterrichtet. Im Sommer, zur Zeit der Feldarbeit, sank die Schülerzahl erheblich. Die Kinder erhielten ein kleines Entgelt. Die Schule legte 50 Prozent des Erlöses vom Verkauf der Spitzen auf ein gemeinsames Sparbuch. Zu diesem Thema zeigt das Museum historische Fotografien von Klassen der früheren Klöppelschule. Es sind auch Klöppelarbeiten der heutigen Gruppe „Kinderklöppeln“ zu sehen, die sich regelmäßig trifft: Gemeinsam wurden Teile zum Thema Aquarium geklöppelt. Die Teilnahme ist kostenlos und der Eintritt in den Museen frei.


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