20.08.2018, 10:56 Uhr

Denkmal Ewige Baustelle Steinerne Brücke ist längst noch nicht fertig


Endlich, nach acht Jahren Bauzeit, feierte die Stadt die Fertigstellung der sanierten Steinernen Brücke mit einem riesigen Fest. Seit 9. Juni ist eine der ältesten noch benutzten Steinbrücken der Welt wieder für die Fußgänger freigegeben. Und doch: Die Jahrhundert-Baustelle scheint noch nicht abgeschlossen.

REGENSBURG Warum steht beispielsweise noch der Behelfssteg, über den man während der Bauzeit die Donau queren konnte? Und warum stehen noch zahlreiche Bauzäune auf der Brücke, verschandeln das schöne Fotomotiv? Und überhaupt: Warum wurde am Dienstagfrüh sogar ein Kran angeliefert, der offenbar Bauarbeiten an der Brücke erledigen sollte? Wir haben nachgefragt bei der Regensburger Stadtverwaltung. Die Antwort: Eine Jahrhundert-Baustelle wie die Steinerne ist wohl nie ganz fertig, das kennt man ja auch vom Regensburger Dom. Aktuell werden die Eisbrecher saniert, das sind die Pfeiler, auf denen die Brücke ruht. Deshalb müssen auch die kommenden Wochen noch Gerüste auf der Brücke stehen bleiben, um dort die Baumaschinen unterzubringen.

Doch eine viel spektakulärere Aufgabe hat der Baukran, der angeliefert wurde. Der Kran kann unter die berühmten Bögen der Steinernen greifen und dort einen Steg ausfahren. Mit dessen Hilfe können die Bauarbeiter drei Meter lange Röhren montieren, die bald wieder Licht spenden – nicht nur den Schiffen, die durch die Bögen durchfahren, sondern auch als strahlende Ergänzung zu einer schönen Nachtaufnahme der Steinernen und der Silhouette von Regensburg.

Behelfssteg wird Ende August entfernt

Der Behelfssteg, der derzeit etwas ungenutzt neben der Steinernen steht, als wäre er eine Art Korsett, soll nach Angaben der Stadtverwaltung bis Ende August abgebaut werden. Dann wird man, nach langen Jahren der Bauzeit, die Steinerne Brücke endlich wieder ohne jegliche Sichtbehinderung sehen können. Und das ist dann wirklich ein Bild, das 800 Jahre Geschichte auf einen Blick bietet.