11.06.2018, 15:05 Uhr

Kultur Gibt es bald in Shanghai ein Bürgerfest nach Regensburger Vorbild?

Die Delegation aus Shanghai unter Leitung von Yu Hai Hong (Bildmitte) mit Kulturreferent Klemens Unger (rechts) und Toni Lautenschläger, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Wissenschaft (links). (Foto: Kang Yiong Li, Shanghai)Die Delegation aus Shanghai unter Leitung von Yu Hai Hong (Bildmitte) mit Kulturreferent Klemens Unger (rechts) und Toni Lautenschläger, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Wissenschaft (links). (Foto: Kang Yiong Li, Shanghai)

Eine sechsköpfige Delegation aus hochrangigen Vertretern der Stadtverwaltung Shanghai hat Regensburg besucht und informierte sich über die Organisation des Regensburger Bürgerfestes und die Aktivitäten der Stadt im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft.

REGENSBURG Im Sommer 2017 besuchte eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus Shanghai zum ersten Mal die Stadt Regensburg, um sich über die Custer-Aktivitäten sowie über die Gründerszene in der Stadt Regensburg zu informieren. In diesem Jahr kam die Delegation aus Shanghai wieder - mit einem ganz speziellen Frage: Wie organisiert man ein Bürgerfest nach Regensburger Vorbild?

Diese Fragestellung überraschte die Gastgeber Kulturreferent Klemens Unger und Wirtschaftsförderer Toni Lautenschläger vorerst, doch im Gespräch vor Ort wurde schnell klar, dass die Anfrage ernst gemeint war. Im Stadtbezirk Huangpu, im Zentrum von Shanghai, möchte die Stadtregierung erstmalig ein Bürgerfest organisieren und von der zwischenzeitlich weit über 40-jährigen Erfahrung der Stadt Regensburg profitieren.

Kulturreferent Klemens Unger berichtete, dass sich mit dem Bürgerfest von 1973 ein Sinneswandel in der Stadtgesellschaft vollzogen hatte: Dank des Festes wurde die Altstadt als wertvoller und wichtiger Lebensraum wiederentdeckt. Auch nach 45 Jahren ist das Bürgerfest eines der bestbesuchten Feste dieser Art in Bayern und hat in der Stadtbevölkerung einen hohen Stellenwert als Fest der Bürger für Bürger.

Als zweite Station stand das Degginger auf dem Programm. Clustermanager Sebastian Knopp vom Amt für Wirtschaft und Wissenschaft stellte die Entwicklung des Clusters Kultur- und Kreativwirtschaft und seine Bedeutung für Regensburg dar. Besonders faszinierte die Besucher aus China der Gegensatz von historischem Gebäude und kreativer Umgebung im Degginger. Ein weiterführender Austausch wurde vereinbart.


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