09.06.2018, 07:12 Uhr

Tag der offenen Tür Ein Museum zu Ehren des schönsten Freistaates der Welt in Regensburg


Es ist ein Gebäude der Superlative am historischen Platz - am Wochenende haben die Regensburger und Gäste aus ganz Bayern erstmals die Gelegenheit, in das Museum zu blicken.

REGENSBURG Das neue Museum der Bayerischen Geschichte ist ein Gebäude der Superlative geworden. Für die Regensburger schließt es endlich eine schreckliche Lücke, den Donaumarkt, der seit Jahrzehnten lediglich als Parkplatz genutzt wurde. Was viele heute vergessen: Einst war an der Stelle ein riesiges Stadtlagerhaus. Denn natürlich kam es in der Domstadt angesichts der gewagten Architektur und dem Ausmaß des neuen Museums auch zu Debatten über die Architektur.

Doch die Rechnung haben viele ohne das Gerüst gemacht. Seitdem die filigran gestaltete Fassade offen zutage liegt, erkennt man, wie gut sich das Gebäude in die Stadt-Silhouette einpasst. Mit besonderen Glasflächen – unter anderem mit 17 Metern Höhe mit der größten frei verbauten Glasscheibe in einem Gebäude in Europa – kann man spektakuläre Ausblicke auf das Welterbe erhaschen. Über 250 internationale Büros hatten sich beworben.

Den Zuschlag erhielt schließlich vom Staatlichen Bauamt Regensburg das Frankfurter Architekturbüro wörner traxler richter. Stefan Traxler sagte angesichts der Grundsteinlegung: „Ein solches Museum darf sich nicht selbst feiern, sondern muss seinen Zweck erfüllen.“ Und das ist auch dank hervorragender Handwerkskunst zumeist regionaler Firmen ganz hervorragend gelungen. Der Bau nimmt die Situation auf, die eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Deutschlands zu bieten hat: Er nimmt die einzigartige Dachlandschaft der mittelalterlichen Häuser auf, orientiert das riesige Glasfenster in Richtung Dom.

Auch die Bavariathek fügt sich hier als Ort für medienpädagogische Schulungen sowie der frisch sanierte Österreicherstadel als Depot in das neue Museums-Ensemble ein. Entstanden ist ein beeindruckender neuer Gebäudekomplex, der in Europa seinesgleichen sucht.