15.05.2018, 16:41 Uhr

„Verkauft – Vernichtet – Verstreut“ Ausstellung zeigt Schicksal der Regensburger Archiv- und Bibliotheksbestände im 19. Jahrhundert

Dr. Bernhard Lübbers und Lorenz Baibl, die beiden Ausstellungskuratoren mit dem Begleitband. (Foto: D. Islinger, Staatl. Bibliothek)Dr. Bernhard Lübbers und Lorenz Baibl, die beiden Ausstellungskuratoren mit dem Begleitband. (Foto: D. Islinger, Staatl. Bibliothek)

Regensburg zählt heute aufgrund seiner bedeutenden Geschichte und des hervorragenden Baubestandes zu den Welterbestätten der Menschheit. Zwar ist in der Donaustadt der größte originale Baubestand einer mittelalterlichen Großstadt nördlich der Alpen erhalten geblieben, gleichzeitig ist es an vielen Stellen um die schriftliche Überlieferung jedoch weitaus weniger gut bestellt.

REGENSBURG Die Doppelausstellung in der Staatlichen Bibliothek Regensburg sowie im Stadtarchiv Regensburg versucht, ein nur wenig bekanntes Kapitel Regensburger Stadtgeschichte zu beleuchten. Zwar waren die Straßen nicht mit Büchern „gepflastert“, wie oft kolportiert wird, dennoch kam es im Laufe des 19. Jahrhunderts mehrfach zu erheblichen Verlusten der schriftlichen Überlieferung der Domstadt. So verschwanden beispielsweise erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts große Teile wichtiger Geschichtsquellen.

Ausstellung und der frisch erschienene Begleitband zu den beiden Ausstellungsteilen verstehen sich nicht nur als ein kleiner Beitrag zu einem nur wenig bekannten Kapitel in der Geschichte Regensburgs, sondern sollen gerade im Jahr des europäischen Kulturerbes das Bewusstsein für den Umgang mit unserer Überlieferung schärfen.


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