09.05.2018, 10:54 Uhr

Die Maidult steht vor der Tür Die Maß kostet weiter unter zehn Euro und der Umzug wird ein Hit!

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mit Rechtsreferent Wolfgang Schörnig und Marktmeister Reinhard Kellner. (Foto: ce)Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mit Rechtsreferent Wolfgang Schörnig und Marktmeister Reinhard Kellner. (Foto: ce)

Der Umzug zur Eröffnung der Maidult wird heuer der Hit: Die Strecke wurde ausgeweitet und Bürgermeister Jürgen Huber sitzt nach einer Erkrankung wieder neben der Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

REGENSBURG Die Maß Bier auf der Dult bleibt weiterhin unter zehn Euro. 9,45 Euro kostet sie und der Preis ist wohl auch Bedienungs-freundlich. Rund einen Zehner gibt dann wohl jeder her. Am Donnerstag, 10. Mai, dem Vatertag, beginnt heuer das Spektakel, das bis nach Pfingsten dauern wird – länger also als sonst. „Der Festzug auf der Maidult ist immer ein wunderbarer Start in den Sommer“, freut sich Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Diesmal muss sie einen kleinen Umweg fahren, weil in der Wahlenstraße gebaut wird. Und: Maltz-Schwarzfischer wird nicht mehr allein in der Kutsche sitzen: Der wieder gesundete Bürgermeister Jürgen Huber ist dabei und auch der scheidende Rechtsreferent Wolfgang Schörnig, der mit der Dult seit vielen Jahren eng verbunden ist und sicher die ein oder andere Träne verdrücken wird.

„Ich freue mich auf nächstes Jahr“, sagt Schörnig bei der Vorstellung der Dult. „Nächstes Jahr gehe ich als Privatmann hin.“ Der Festzug wird diesmal richtig groß sein. Vom Domplatz aus wird der Zug über den Haid- zum Arnulfsplatz laufen und die ganze Altstadt wird durchquert. „Das hatten wir noch nie“, so Schörnig. „Wir würden uns wünschen, dass viele Regensburgerinnen und Regensburger kommen.“ Ein Plädoyer für die Feuerwerke gab Schörnig auch noch ab: „Die Dult lebt von den Traditionen – bezahlt wird das Feuerwerk zur Eröffnung nicht vom Steuerzahler, sondern von den Dultbeschickern.“

Familienfreundlich will die Dult auch heuer im Mai wieder sein. Im Hahn-Zelt beispielsweise hat man sich ein besonderes Programm für Kindergeburtstage überlegt.

Im Glöckl-Zelt sollen am Pfingstmontag die Studenten auf ihre Kosten kommen – die zahlen an diesem Tag ebenso „wenig“ wie die Senioren für die Maß Bier, nämlich 6,90 Euro. Auch die Fans von Hightech bei den Fahrgeschäften kommen auf ihre Kosten. Der „XXL Racer“ entwickelt eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer und feierte seine Premiere beim letzten Oktoberfest. Der „Roll Over“ hat ebenfalls Premiere auf der Dult, eine Fortentwicklung aus dem legendären „Breakdance“, jetzt überschlagen sich auch die Gondeln. Der größte „Free Fall“-Turm der Welt ist ebenfalls auf der Dult vertreten, schwindelerregende 85 Meter ist er hoch. Doch auch Klassiker sind wieder mit dabei: Mit dem „Glaswerk“ der Nürnbergerin Peggy Ulrich ist ein klassisches Spiegel-Labyrinth auf der Dult, das man bisher nur noch aus gruseligen Filmen kennt – sicher eine schöne Sache.

Auch die Sicherheit spielt heuer auf der Dult eine große Rolle. In den letzten Jahren stellte die Stadt eher geringe Jugendschutz-Verstöße fest. In beiden Festzelten gibt es Jugendschutz-Beauftragte und mit dem Dult-Bus, der durch den Nachtbus ergänzt wird, sollen auch die etwas Älteren sicher nach Hause gebracht werden. Poller sind wieder vorhanden, „das gehört mittlerweile leider dazu“, sagte Schörnig. Doch es gibt eine Besonderheit: Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer hatte letztes Jahr schon entschieden, die Kosten für den Terror-Schutz nicht auf die Schausteller umzulegen. Sicherheits- und Taschenkontrollen gibt es natürlich wieder. „Die Akzeptanz ist gut“, so Schörnig.

Reinhard Kellner, der Marktmeister, schwärmte von der Warendult, die heuer umgestaltet wurde. „Da gibt es Produkte, die werden schon in der dritten Generation gekauft“, so Kellner.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, wenn die Dult am Vatertag beginnt. 18 und einen halben Tag dauert die Maidult heuer, so lange wie selten.