06.05.2018, 13:30 Uhr

Drei Fragen an Bettina Achatz und Isolde Jakob – „Die Körperwelten haben uns sehr beeindruckt“

Die „Körperwelten“-Ausstellung im Donau-Einkaufszentrum ist ein wahrer Besuchermagnet. Das Wochenblatt hat die beiden Besucherinnen Bettina Achatz und Isolde Jakob interviewt. Sie verrieten, wie faszinierend sie die Ausstellung fanden, was ihnen am besten gefiel und was ihnen besonders zu Herzen ging.

REGENSBURG Sie kommen gerade aus der Ausstellung – wie haben Sie die Körperwelten erlebt?

Wir waren eineinhalb Stunden in der Ausstellung und sind sehr beeindruckt. Besonders das präparierte Pferd hat uns begeistert. Wir sind beide Arzthelferinnen aus Plattling und arbeiten dort in einer Allgemeinarztpraxis. Von daher war es für uns auch beruflich interessant, einmal Körper von Innen zu sehen, zu verstehen, wie in einem drinnen alles zusammenspielt und funktioniert. Wir waren erst etwas zwiegespalten, aber die Neugier hat gesiegt und wir wurden letztendlich belohnt. Auch die anderen Besucher um uns herum waren alle interessiert und haben sehr vertieft die Körper begutachtet.

Der „Zyklus des Lebens“ konfrontiert einen durch die präparierten Leichen auch stark mit dem Tod – hat Sie das berührt?

Der Tod gehört nun mal dazu, deswegen haben wir uns jetzt wegen der Ausstellung nicht mehr Gedanken gemacht. Aber mit Kindern würden wir nicht rein gehen. Vielleicht mit Jugendlichen, die selbst entscheiden können und sich vorab mit dem Thema auseinandersetzen. Aber berührt haben uns die Babys gleich am Anfang. Wenn man denkt, dass die ja auch einmal gelebt haben … die gehen einem schon zu Herzen, besonders, wenn man selbst Kinder hat.

Können Sie sich vorstellen, auch Ihren eigenen Körper zu spenden?

Nein, unsere eigenen Körper nicht. Ganz einfach deshalb nicht, weil wir das unseren Kindern und unseren Familien nicht antun möchten. Es gibt ja dann keine Beerdigung und jeder fragt, was mit dem Körper passiert, wenn er nicht bestattet wird. Vielleicht würden wir es tun, wenn wir total alleine wären, keine Hinterbliebenen hätten. Wenn sich keiner um ein Grab kümmern könnte, weil keiner mehr da wäre. Aber so, mit Familie, auf keinen Fall.

(Sensationelle Besucherzahlen und anhaltend großes Interesse haben die Veranstalter der Körperwelten kurzfristig dazu bewogen, die Ausstellung im Regensburger DEZ um eine Woche zu verlängern! Für alle, die die faszinierende Anatomieschau noch nicht selbst gesehen haben, wird es nun höchste Zeit: Bis Sonntag, 13. Mai, bleiben die Körperwelten für das Publikum geöffnet)


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