02.04.2018, 11:00 Uhr

Thriller-Uraufführung Im Kopf eines Serienmörders

(Foto: Michael Sandner)(Foto: Michael Sandner)

Am Samstag, 7. April, findet um 20 Uhr die Premiere des Stücks „Böse“ im W1, dem Zentrum für junge Kultur in der Weingasse 1, statt.

REGENSBURG Eine Situation, die fast alle kennen: ein scheinbar alltägliches Büro. Drei Männer tippen und klicken auf ihren Rechnern und betreiben Smalltalk. Ihr Job scheint nicht besonders aufregend zu sein. Doch nach und nach wird klar: Die drei sind keine gelangweilten Informatiker, sondern kaltblütige Killer. Der raffinierte Clou: Das Büro entpuppt sich als Innenleben des Serienmörders Marco Friedrich. Der Zuschauer befindet sich im Kopf des Killers! Das ist die spannende Ausgangslage für den Psychokrimi „Böse“, den das Ovigo Theater in einer Uraufführung auf die Bühne bringt.

Das Innenleben des Killers wird durch die Persönlichkeitsanteile A, B und C dar-gestellt. Während die Mordserie immer grausamer wird, stoßen A und B beim Ausführen der Aufträge/Morde ihres Chefs C an immer härtere Grenzen. Zeitgleich wird in einem Fernsehstudio über die Verbrechen berichtet. Als der völlig durchgedrehte Chef Marcos Jugendliebe ermorden möchte, rebelliert A und die feinen Trennlinien zwischen Gut und Böse verwischen immer mehr.

„Böse“ ist eine packende Mischung aus Drama, Krimi und Psychogramm, das Ovigos künstlerischer Leiter Florian Wein selbst geschrieben hat. Die Endproben laufen derzeit auf Hochtouren. Regisseurin Theresa Weidhas freut sich, diesen anspruchsvollen Schocker voller überraschender Wendungen zu präsentieren: „Das Stück wird natürlich auch hart. Es geht schließlich um Morde. Aber uns geht es nicht um die Darstellung von Gewalt, sondern um die wichtigsten Fragen der menschlichen Natur. Warum sind wir so, wie wir sind? Wie sind wir zu dem geworden, was wir sind?“ Neben Florian Wein spielen auch Ludwig Koller (A), Christian Gnan (B), Michael Sandner (Moderator), Benjamin Gläser (Kommissar), Stephanie Most (Marcos Mutter), Paul Sandner (junger Marco), Katrin Bast (Opfer) und Barbara Kießling (Psychologin). Das Besondere am OVIGO Theater ist auch, dass sich das Ensemble aus der gesamten Oberpfalz zusammensetzt (Regensburg, Amberg, Weiden, Hirschau, Oberviechtach, Pfreimd).

Weitere Aufführungen finden am 8. 13. und 14. April im W1 statt. Danach wandert das Stück nach Oberviechtach und Neunburg vorm Wald. In Oberviechtach ist das Stück am 19., 20., 21. und 27. April im ehemaligen Rossmann zu sehen. Am Samstag, 28. April, wird das Stück dann in Neunburg in der Schwarzachtalhalle aufgeführt. Weitere Informationen und Karten gibt es unter www.ovigo-theater.de.


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