05.03.2018, 19:30 Uhr

Künstlergespräch Da-Sein in Kunst und Kirche

(Foto: Herrmann Bigelmayr)(Foto: Herrmann Bigelmayr)

Der Künstler Hermann Bigelmayr kommt am Samstag, 10. März, für ein Künstlergespräch um 18 Uhr in die Kirche St. Coloman in Harting, in der er zur Zeit ein von ihm entworfenes Kreuz ausstellt.

HARTING Bereits seit 2011 gibt es das liturgische Kunstprojekt Da-Sein, welches die Kunstsammlungen gemeinsam mit dem Künstlerseelsorger des Bistums Regensburg durchführen. Künstler stellen Werke zur Verfügung, die existenzielle Themen des Daseins betreffen. Ausgewählte Pfarreien nehmen diese Kunstwerke beim Gottesdienst oder in anderen Formen der Gemeindearbeit für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder dann konkret in den Blick. Auf diese Weise konnten Diskussionen über Kunst, über das Leben und über den Glauben und vor allem auch darüber, was diese drei verbindet, angeregt und gefördert werden.

Einige Kernthemen des Daseins – Beziehungen, Schmerz, Angst, Freiheit, Liebe oder Vergeblichkeit und Tod beschäftigen seit jeher die Künstler ebenso wie jeden nachdenkenden Gläubigen. Das Projekt „Da-Sein in Kunst und Kirche“ soll ein Versuch sein, an diese verbindende Tradition anzuknüpfen, mit welcher sich Kunst und Glaube durch die Jahrhunderte gegenseitig befruchtet und großartige Werke hervorgebracht haben.

Tod und Auferstehung – mit diesem zentralen Thema christlichen Glaubens setzt sich die Arbeit des Künstlers Hermann Bigelmayr auseinander, welches zur Zeit in der Kirche St. Coloman in Harting zu sehen ist. Das „Auferstehungskreuz“, aus Weymouthskiefer gefertigt, scheint im Raum zu schweben: Nur durch transparente Fäden gehalten, erweckt es den Eindruck, als würde es gewissermaßen in den Himmel auffahren. Das Besondere an der skulpturalen Darstellung ist, dass der Körper des gekreuzigten Christus mit dem Holz des Kreuzes zu einem Ganzen verschmilzt und im Auferstehungssymbol des Leinentuches aufgeht. Das Tuch ist dabei so drapiert, dass es ein Kreuz bildet.


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