19.02.2018, 10:31 Uhr

Sehenswürdigkeiten Die Walhalla war auch 2017 ein echter Besucher-Magnet

Foto: uh (Foto: Ursula Hildebrand)Foto: uh (Foto: Ursula Hildebrand)

Die bayerischen Schlösser und Burgen brummen. Eine ganz wichtige Sehenswürdigkeit, die Walhalla bei Donaustauf, hat letztes Jahr 146.000 Besucher angelockt. Das 100-jährige Jubiläum der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung wird deshalb auch in der Walhalla gefeiert.

DONAUSTAUF „Mehr als fünf Millionen Gäste besuchten 2017 unsere staatlichen Schlösser, Burgen und Residenzen. Die Besucherzahlen stiegen um 1,7 Prozent an. Die Schlösserverwaltung feiert ihr 100-jähriges Jubiläum in diesem Jahr mit besonderen Veranstaltungstagen bei freiem Eintritt“, kündigten Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker anlässlich der Besucherbilanz 2017 der Bayerischen Schlösserverwaltung, Deutschlands größter Museumsträger, an. „Unsere bayerischen Kulturgüter in allen Landesteilen sind lebendiges kulturelles Erbe und Zugpferd des Tourismus. Sie bringen Wirtschaftskraft und unterstreichen den Charakter Bayerns als traditionsbewusster Kulturstaat“, betonte Söder. 5.100.381 Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Sehenswürdigkeiten der Heimat Bayern. In diesem Jahr stehen unter anderem die Wiedereröffnung des UNESCO-Welterbes Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, nach etwa 6-jähriger Restaurierung, und des Königsbaus der Residenz München als neuer Museumstrakt als besondere Highlights an. „Die Schlösserverwaltung stellte erneut unter Beweis, dass sie in der Champions-League der deutschen Kultureinrichtungen ganz vorne mitspielt und einen großen Beitrag zum bayerischen Tourismusboom leistet“, freuten sich Söder und Füracker.

Besuchermagnet war im letzten Jahr erneut Schloss Neuschwanstein mit fast 1,5 Millionen Besuchern, einem Plus von 3,1 Prozent. Damit das Königsschloss auch weiterhin dem Besucheransturm standhalten kann, wird kräftig restauriert. Im Rahmen der ersten umfassenden Sanierung seit Erbauung des Schlosses werden die Prunkräume mit Kosten von 20,2 Millionen Euro und der Torbau mit Kosten von 1,4 Millionen Euro saniert. Zahlreiche Besucher kamen auch in die anderen Schlösser des Märchenkönigs Ludwig II. Schloss Linderhof (412.810) und Schloss Herrenchiemsee (376.160). Große Besuchermagnete waren ferner die Residenz München (422.047), die Residenz Würzburg (344.215), Schloss Nymphenburg (313.248), die Kaiserburg Nürnberg (177.328), die Walhalla in Donaustauf (146.092) oder die Befreiungshalle in Kelheim (102.622). Einen wahren Besucheransturm erlebte auch die Cadolzburg seit der Eröffnung des ersten Burgerlebnismuseum Deutschlands im Sommer. Mehr als 50.000 Besucher erlebten seither einen lebendigen und interessanten Einblick in die Geschichte des Mittelalters in dem einzigartigen Mitmach-Museum.

In diesem Jahr steht die Eröffnung eines einzigartigen Monuments barocker Theaterkultur an. Der Freistaat investierte mit 29,6 Millionen Euro kräftig in die Sanierung. Im April 2018 wird das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth mit der Aufführung der Oper „Artaserse“ von Johann Adolph Hasse und einem umfangreichen Festprogramm feierlich wiedereröffnet. Damit wird das einzige vollständig erhaltene Beispiel der Hofopernarchitektur wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Pracht erstrahlen. Im Juni wird mit dem Königsbau der Residenz in München nach Jahren wieder ein großes Museum in München eröffnet. Der Königsbau hat in etwa die Größe der Alten Pinakothek. In fünf völlig neuen Ausstellungsbereichen erzählen die Reichtümer der Porzellan- und Silberkammern und die faszinierenden Werke der Miniaturmalerei Ereignisse aus vier Jahrhunderten bayerischer Geschichte. „Ein echtes Highlight für die Münchner Museumslandschaft“, kündigte Söder an.

In diesem Jahr begeht die Bayerische Schlösserverwaltung ihr 100jähriges Jubiläum mit Veranstaltungstagen in jeweils einem Objekt in jedem bayerischen Regierungsbezirk bei ganztägig freiem Eintritt, einem großen Kinderprogramm am Nachmittag und einem bunten Rahmenprogramm für Erwachsene von 14 bis 22 Uhr. Die erste Veranstaltung zum „Jubiläumsjahr 2018 – Bayerns Schlösser und Burgen“ findet am 20. April in Schloss Höchstädt statt. Weitere Termine folgen in der Walhalla (4.5.), Burg Trausnitz (8.6.), Schloss Seehof (22.6.), Residenz München (29.6.), Residenz Würzburg (13.7.) und Kaiserburg Nürnberg (21.7.).

„Wir arbeiten ständig daran, Bayerns Erbe zu bewahren und noch attraktiver zu machen“, betonte Söder. Als Beispiele für große Baumaßnahmen nannte der Minister die Sanierung der Venusgrotte in Linderhof und die Generalsanierung der Festung Marienberg. Derzeit beläuft sich das laufende und geplante Bauvolumen auf mehr als 385 Millionen Euro.


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