20.04.2018, 17:30 Uhr

Minister bei Eröffnung „Revolutionäre“ Ausstellung im Heimatmuseum

Bei der Ausstellungseröffnung (v. li.): Staatsminister Bernd Sibler, MdL Reserl Sem, Landrat Michael Fahmüller und FOS/BOS-Schulleiter Wilhelm Birnkammerer mit (vorne v. re.) Bürgermeister Wolfgang Beißmann mit seinen Stellvertretern Martin Wagle und Franziska Wenzl sowie Alt-Bürgermeister Georg Riedl, Stadtarchivarin Irma Wiedemann und einem Teil der Seminarschüler mit Leiter Andreas Wächter. (Foto: Herwig Slezak)Bei der Ausstellungseröffnung (v. li.): Staatsminister Bernd Sibler, MdL Reserl Sem, Landrat Michael Fahmüller und FOS/BOS-Schulleiter Wilhelm Birnkammerer mit (vorne v. re.) Bürgermeister Wolfgang Beißmann mit seinen Stellvertretern Martin Wagle und Franziska Wenzl sowie Alt-Bürgermeister Georg Riedl, Stadtarchivarin Irma Wiedemann und einem Teil der Seminarschüler mit Leiter Andreas Wächter. (Foto: Herwig Slezak)

Was in München im Großen und im Rottal im Kleinen vor 100 Jahren geschah – darum geht es in der neuen Ausstellung im Heimatmuseum im Alten Rathaus. Unter dem Titel „Majestät, genga’s heim, Revolution is!“ ist die spannende historische Rückschau bis 17. Juni jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr sowie freitags bis sonntags und feiertags von 15 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.

PFARRKIRCHEN Wer den Schauraum im ersten Stock betritt, dem sticht das zeitgenössische Schild mit der Aufschrift „Freistaat Bayern“ ins Auge. Doch was heute selbstverständlich erscheint, wurde erst vor genau 100 Jahren geschaffen. Die aktuelle Ausstellung vermag es laut Bürgermeister Wolfgang Beißmann, „die große Zeitgeschichte mit unserer Stadt in Beziehung zu setzen“. Nicht zuletzt da es keine Zeitzeugen mehr gebe, bezeichnete er den Betrieb des Stadtarchivs bei seiner Begrüßung „als kommunale Pflichtaufgabe“.

Der neue bayerische Kultusminister Bernd Sibler, selbst ausgebildeter Geschichtslehrer, lobte, „dass durch die Ausstellung klar wird, was unser Land vor 100 Jahren geprägt hat“. So sei der Freistaat Bayern keine Erfindung der Wittelsbacher. Zudem betonte Minister Sibler die Wichtigkeit der historischen Bildung.

Die gestaltende Kraft hinter der Ausstellung, Stadtarchivarin Irma Wiedemann, erinnerte daran, „dass München neben Berlin einer der Brennpunkte der Revolution war“. In Pfarrkirchen sei der von Räten als Landrat eingesetzte Maurer Max Bernetzeder allerdings nach vier Wochen wieder zugunsten seines regulären Vorgängers zurückgetreten.

Die Grundlage der Ausstellung liefern zwölf Seminararbeiten von FOS/BOS-Schülern. Ihre wichtigsten Ergebnisse spiegeln die gezeigten Schautafeln wider. Des Weiteren halten handschriftliche Briefe, Aufrufe an einer Litfaßsäule oder die szenische Darstellung einer Straßenbarrikade die Ausstellung über die spannungsgeladene Zeit lebendig.

Gruppen können unter Tel. 08561/30658 zusätzliche Termine zum Besuch der Ausstellung vereinbaren.


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