30.11.2017, 15:14 Uhr

Hilfsprojekt Hope Rottaler Fotograf schenkte armen Kindern wieder ein Stück Hoffnung


Der Fotograf Alexander von Wiedenbeck startete im Jahr 2016 ein Kunstprojekt, mit dem er armen Kindern auf den Philippinen ein kleines Stückchen Hoffnung schenken wollte. Über die Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“ hatte er Geld für eine Ausstellungsreihe gesammelt. Nun, ein Jahr nach der ersten Ausstellung berichtet Alexander von Wiedenbeck freudig, dass sein „Herezensprojekt“ Erfolg hat.

EGGENFELDEN „Kunst sollte auch soziale Verantwortung übernehmen. Ich möchte mit meinem Projekt ein Zeichen setzen, dass nicht immer nur die Fotografen, sondern auch die Fotografierten profitieren können. Mit meiner Leidenschaft zur Fotografie einen Beitrag für eine bessere Welt leisten und eine soziale Verantwortung innerhalb der Reportage Fotografie übernehmen“, blickt Alexander von Wiedenbeck zurück.

In der Aktionsgruppe Kinder in Not e. V., die auf den Philippinen die Friedhofs- und Müllhaldenkinder unterstützt, fand er einen geeigneten Partner, um sein „Herzensprojekt“ in die Tat umzusetzen. Alexander von Wiedenbeck reiste im Januar 2015 selbst auf den Inselstaat. Mit im Gepäck hatte er natürlich seine Kamera. „Kinder schlafen in ausgeräumten Gräbern auf den Friedhöfen und in den Mausoleen, sie leben in kleinen Bretterverschlägen auf Müllkippen zwischen Gestank, Müll, Ratten und Krankenhausabfällen. Und trotz dieser katastrophalen kaum vorstellbaren Umstände, waren diese Kinder so herzlich und offen, so hoffnungsvoll auf ein besseres Leben, dass es sich kaum in Worte fassen lässt“, lässt er seine Eindrücke nochmals Revue passieren.

„Auf der anderen Seite hatten wir aber ebenso Projekte besucht, bei welchen sich die Aktionsgruppe seit mehr als 30 Jahren engagiert. Und es war für mich faszinierend zu sehen, dass hier tatsächlich etwas bewegt wurde. Es sind Schulen und Krankenhäuser entstanden, die Landwirtschaft wurde gefördert und effektiver gestaltet“, berichtet er.

Mit seinen Fotos von den schrecklichen Zuständen auf den Philippinen wollte von Wiedenbeck eine Foto-Wanderausstellung in Deutschland auf die Beine stellen. Nach dem erfolgreichen Crowdfunding eröffnete er die erste Ausstellung im Dezember 2016 in seiner Heimatstadt Eggenfelden.

„Mit gerade mal 14.000 Einwohnern war es ein großartiger Erfolg bei der Vernissage und der einwöchigen Ausstellung im Anschluss, mehr als 1.200 Besucher und Bildverkäufe in Höhe von mehr als 30.000 Euro zu zählen“, freut sich Alexander von Wiedenbeck. Weiter geht es in großen Städten wie Berlin oder Köln.

Und er leistet mit dem gesammelten Geld inzwischen ganz konkrete Hilfe: „Die Vorschule Dumlog, welche mehr als 80 Kleinkinder zählt und die neben der Schulbidung auch Verpflegung und ärztliche Betreuung für die Kids anbietet, war seit längerer Zeit verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Spender zum Erhalt der Schule. Da sie nun, dem Jahresende entgegen, Gefahr liefen keinen Spender für das Schuljahr 2018 zu finden, habe ich mich kurzum dazu entschlossen hier weiterzumachen und den Schulbetrieb für das Jahr 2018 zu finanzieren. Über 80 Kinder mit der Chance auf eine würdige Zukunft und eine gute Berufsausbildung, für eine im Vergleich zu westlichen Verhältnissen lächerliche Geldsumme, das scheint mir doch ein lohnenswertes Projekt zu sein“, strahlt der Fotograf mit dem großen Herzen.

„Ich möchte allen Unterstützern und Käufern eines original Kunstdruckes von HOPE - by Alexander von Wiedenbeck meinen tief empfundenen Dank aussprechen. Jeder von ihnen ist nun ein wichtiger Teil von meinem Herzensprojekt“, fügt der Eggenfeldener Fotograf hinzu.


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