28.11.2017, 12:06 Uhr

Konzert in Litauen Rottaler Band „Rockrausch“ auf ihrer zweiten NATO-Mission

Die sechs Musiker von „Rockrausch“ beim Konzert in Lautauen vor 1.200 Soldaten: Marion Beibl, Larissa Kagerer, Armin Schustereder, Tobias Enggruber, Andreas Asenbauer, Marcus Maier. (Foto: Fox Redfield)Die sechs Musiker von „Rockrausch“ beim Konzert in Lautauen vor 1.200 Soldaten: Marion Beibl, Larissa Kagerer, Armin Schustereder, Tobias Enggruber, Andreas Asenbauer, Marcus Maier. (Foto: Fox Redfield)

Vor 1.200 Menschen gab die Rottaler Band „Rockrausch Mitte November ein Konzert. Das Besondere daran: Das Publikum bestand ausnahmslos aus Soldaten, Ort des außergewöhnlichen Auftritts war der NATO-Stützpunkt in Rukla/Litauen. Nicht das erste Mal, dass die Rottaler band Soldaten im Ausland mit ihrer Musik eine Freude bereitete.

PFARRKIRCHEN „Wir haben natürlich sofort wieder zugesagt, als uns der Betreuungsoffizier wegen einem Konzert im Ausland bei den NATO-Truppen gefragt hat“, erzählt Bassistin Larissa Kagerer. Am 11. November flogen die sechs Bandmitglieder (Marion Beibl, Larissa Kagerer, Armin Schustereder, Tobias Enggruber, Andreas Asenbauer, Marcus Maier) und ihre Ton- und Lichtcrew (Christian Etzelsbeck, Matthias Hochwimmer) von München über Wien nach Vilnius, während das Equipment bereits eine Woche vorher als Militärgepäck auf die Reise geschickt wurde.

„Wir waren ziemlich aufgeregt und voller Vorfreude“, gesteht Sängerin Marion Beibl, obwohl dies nicht der erste Auftritt der Band in einem internationalen militärischen Stützpunkt war. Zum Jahreswechsel 2014/15 traten die Rottaler im Kosovo vor NATO-Soldaten auf.

Diesmal ging es also nach Litauen. „Der Stützpunkt in Rukla wurde erst am Anfang des Jahres bezogen, so dass die Unterbringung noch in Wohncontainern erfolgt“, so der Betreuungsoffizier Daniel Reuther, der die Organisation vor Ort leitete. Hintergrund: Die NATO initiierte 2014 einen ‚Readiness Action Plan‘ zum Schutz der NATO-Ostgrenze. Sie soll die Reaktionsschnelligkeit der NATO-Kräfte im Falle eines aggressiven Verhaltens der russischen Föderation, ähnlich wie die Situation in der Ukraine, steigern.

Seitdem steht das Hauptquartier in Rukla unter der Führung Deutschlands. Das hat seit Mai 2017 mit Truppenteilen rotierend aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden und Norwegen eine Stärke von 1.200 Mann. „Mit den Soldatinnen und Soldaten Tür an Tür untergebracht zu sein, gibt einem das tolle Gefühl irgendwie ein bisschen dazu zugehören. Gleichzeitig bekommen wir durch die offene und unkomplizierte Art der Soldatinnen und Soldaten einen authentischen Eindruck von der Situation vor Ort. Das ist es was uns immer wieder bei der Bundeswehr besonders begeistert.“, erzählt Gitarrist Tobias Enggruber.

1.200 Soldaten genossen die Show von „Rockrausch“ sichtlich, sangen und tanzten miteinander und trotzten den kalten Temperaturen. „Einfach unglaublich“, beschreibt Sänger Armin Schustereder den Abend. „Nichts schafft es, so genial Menschen miteinander zu verbinden wie Musik. Egal ob Soldat oder Zivilist, egal welche Nation und egal welche Sprache. Alle waren super drauf und wir haben es genossen.“

Leider musste die Band bereits am darauf folgenden Tag wieder abreisen. Die Eindrücke und neu gewonnene Freundschaften aber werden bleiben und verbinden die Musiker auf besondere Art und Weise mit Litauen bis zum nächsten Auslandseinsatz der Band Rockrausch.


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