13.03.2019, 13:13 Uhr

„Event Kutter“ kommt nicht Der Traum vom neuen Party-Boot – Björn Andresen schmeißt hin!


Aus und vorbei! Der geplante „Event-Kutter“ von Szene-Gastronom Björn Andresen (Danceclub GO) wird nie in See stechen. Grund: Die Idee vom neuen Partyschiff ist endgültig in der Versenkung verschwunden.

PASSAU „Ich werde es nicht mehr machen. Die Sache ist für mich abgeschlossen“, bestätigte Andresen jetzt auf Pawo-Anfrage. Die Redaktion erreichte den Passauer Gastronomen am Montag telefonisch in Doha (Katar). Seine Entscheidung sei bereits vor zwei Wochen gefallen. Zuletzt habe man ihm mit den Anlegestellen einen Strich durch die Rechnung gemacht – diese seien nur für Kreuzfahrtschiffe verfügbar, aber nicht für sein Partyboot. Damit war die Sache für Andresen offenbar endgültig gestorben. „Ohne Anlegestelle kann man das nicht machen – es hat sich erledigt“, sagte Andresen selbst etwas enttäuscht gegenüber der Pawo. Das Partyboot unter dem Titel „Event-Kutter“ machte bereits in der Vergangenheit mehrfach Schlagzeilen.

Die Idee kam Andresen schon im Jahr 2017. Rund 700 Gäste sollten auf seinem neuen Partyschiff regelmäßig feiern. Fahrten von Regensburg über Passau, Linz, Krems und Wien waren geplant. Doch der Kutter-Plan machte von Anfang an Probleme. Es klappte nicht mit dem Umbau des geleasten Schiffes.

Der Dampfer (MS Hunyadi) stammt aus dem Jahre 1966 und der Umbau in Budapest machte Probleme. Alles verzögerte sich – anberaumte Partys konnten nicht stattfinden, obwohl bereits Tickets verkauft wurden. Im Mai 2018 hätte der Dampfer starten sollen, doch es klappte nicht. „Ja, es dauert noch ein wenig“, sagte Andresen da noch hoffnungsvoll. „Unvorhergesehen mussten Tanks aus- und eingebaut werden und einige größere Schweißarbeiten gemacht werden.“ Aber der „Event-Kutter“ komme auf alle Fälle – „Mitte Juni“, so Andresen damals.

Schon da ahnte er wohl, dass es schwierig werden könnte. „Ich habe mir das auch ein bisschen leichter vorgestellt, aber ein Schiff ist halt kein Auto, wo man schnell mal ein Teil austauscht und weiter geht’s“, erklärte Andresen damals in der Presse. Im Juli 2018 wurde erneut eine geplante Party auf dem Boot abgesagt, weil es immer noch nicht in Passau war. Unter anderem habe das Schiff wegen Niedrigwasser nicht aus der Werft starten können. Die Gäste forderten von einem Partyveranstalter, der das Boot buchen wollte das Geld für ihre Tickets zurück – was für großen Ärger sorgte. Seitdem ist es still geworden um das neue Party-Boot. Der letzte Eventkutter-Eintrag auf Facebook ist fast ein Jahr alt. Doch nun ist klar: Die Idee vom „Event-Kutter“ ist endgültig gestorben.


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