07.06.2018, 10:11 Uhr

Spatenstich in Waldkirchen Offizieller Startschuss für den neuen Produktionsstandort der Hausbrennerei Penninger

Vertreter aus Politik, der beteiligten Planungsbüros sowie der Bauunternehmen eröffneten zusammen mit der Geschäftsführung von Penninger das Bauprojekt am Waldkirchner Stadtrand.  (Foto: Alte Hausbrennerei Penninger GmbH)Vertreter aus Politik, der beteiligten Planungsbüros sowie der Bauunternehmen eröffneten zusammen mit der Geschäftsführung von Penninger das Bauprojekt am Waldkirchner Stadtrand.  (Foto: Alte Hausbrennerei Penninger GmbH)

Nach zweijähriger Planungsphase für den neuen Standort der Hausbrennerei Penninger in Waldkirchen fand am Mittwoch, 6. Juni, der Spatenstich für das einzigartige Bauprojekt statt.

WALDKIRCHEN Vertreter aus Politik, der beteiligten Planungsbüros sowie der Bauunternehmen eröffneten zusammen mit der Geschäftsführung von Penninger das Bauprojekt am Waldkirchner Stadtrand. Neben dem üblichen Spatenstich wurde der Geschäftsführung des Bauunternehmens Schneider auch eine Zeitkapsel überreicht, die auf dem Grundstück vergraben werden soll. Gefüllt mit einem Penninger-Katalog, einem Foto der Mitarbeiter vom Standort Hauzenberg sowie einigen kleinen Fläschchen der Penninger-Produkte, soll sie der Nachwelt erhalten bleiben.

Positive Erwartungen von allen Beteiligten

Vize-Regierungspräsident von Niederbayern Dr. Helmut Graf bedankte sich bei der Familie Penninger für diese Investition in die Heimat und deren Arbeits- und Zukunftssicherheit. Auch der Grafenauer Landrat Sebastian Gruber freute sich über diesen „Meilenstein für die Region“ und lobte die Architekten, die die Rohstoffe des Bayerwalds – Holz, Glas und Stein – in die Gestaltung der Gebäude einfließen haben lassen. Auch der Waldkirchener Bürgermeister Heinz Pollak gratulierte zusammen mit Vertretern des Stadtrats den Bauherren Reinhard und Stefan Penninger zum Baubeginn. Mit Penninger käme ein weiterer „Premiumbetrieb“ nach Waldkirchen, so Pollack, er rechne mit mehr Tagesgästen und einer steigenden Bekanntheit der Stadt durch Penninger. „Auf jeder Penninger-Flasche, die irgendwo in Deutschland verkauft wird, wird dann ‚Waldkirchen‘ stehen“, freut sich der Bürgermeister.

Ein besonderes Ereignis war der Spatenstich auch für die Architekten vom leitenden Architekturbüro Reiter-Hahne aus Passau. Über ein Jahr haben Ina Reiter-Hahne, Claus Hahne und Albert Elmenreich zusammen mit ihren Kollegen an dem einzigartigen Projekt gearbeitet. Ihnen oblag es, ein Besucherzentrum mit Besucherrundgang in einen Produktionsstandort zu integrieren, und ihr Konzept überzeugte die Bauherren von Anfang an. Verantwortlich für die Umsetzung des Rohbaus ist das Bauunternehmen Schneider aus Ruderting, das bereits mit den ersten Arbeiten begonnen hat. Für die gesamte Bauzeit wird Arno Duchetsmann aus Thyrnau die Leitung des Vorhabens übernehmen.

Die Fertigstellung des Produktionsstandorts mit Besucherzentrum ist für Herbst 2019 angesetzt. „Wir setzen an diesem Standort Maßstäbe für die gesamte Branche, sowohl in Architektur, als auch in Anlagentechnik.“ Dank des kompetenten Teams ist Co-Geschäftsführer Christoph Bauer guter Dinge, dass alles so reibungslos wie möglich verlaufen wird.

Die Fertigstellung des Produktionsstandorts mit Besucherzentrum ist für Herbst 2019 angesetzt.  (Foto: Alte Hausbrennerei Penninger GmbH)

Neue Herausforderungen für die Hausbrennerei Penninger

„Für uns als Mittelständler ist das heute ein großer Schritt“, betont Stefan Penninger, „wir bekommen nicht nur einen neuen, größeren Standort, sondern steigen auch in neue Geschäftsbereiche ein.“ Neben der Herstellung von Bränden, Geisten und Likören wie bisher, wird sich Penninger nach Fertigstellung der neuen Brennerei auch auf die Destillation und Fasslagerung von Whisky spezialisieren. Natürlich wird auch der bekannte Penninger Essig weiter im traditionellen Verfahren hergestellt. Zudem kommt natürlich der gastronomische Bereich des Besucherzentrums hinzu. Hier nicht zu vergessen ist die angeschlossene Kaffeerösterei, die Penninger zusammen mit Stephan Bauer vom Kaffeewerk Passau betreiben wird. Auch die täglichen Besucherführungen durch die Produktion sind neu für das Traditionsunternehmen.

Senior-Chef Reinhard Penninger sieht diesen Herausforderungen allerdings gelassen entgegen: „Wir haben kompetente und erfahrene Mitarbeiter, die das alles meistern werden. An den richtigen Stellen werden wir uns Experten holen.“ Er ist sich sicher, dass sich die Investition von knapp 10 Millionen Euro für das Familienunternehmen langfristig auszahlen wird.


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