05.06.2018, 23:05 Uhr

Radltag der Tourismusgemeinschaft Radltag zu den Denkmälern der Bauernschlacht – Sport und Heimatkunde bei Kaiserwetter

Hinauf zum Denkmal Reschdobl. (Foto: Markt Aidenbach)Hinauf zum Denkmal Reschdobl. (Foto: Markt Aidenbach)

Rund 70 Radler fanden sich am Sonntagmorgen, 3. Juni, in Aldersbach bei der Orangerie ein.

ALDERSBACH Vom Mountainbiker über E-Bike-Fahrer vom Teenager bis zu Senioren, alle waren sie gekommen, um geschichtliche Einblicke und interessante Gegebenheiten in eine sportliche Radltour gepackt zu entdecken. Gut gelaunt begrüßten sie der Vorsitzende der Tourismusgemeinschaft Karl Obermeier und der Aldersbacher Bürgermeister Harald Mayrhofer.

Abseits der Hauptstraßen verlief die Strecke malerisch entlang von Wiesen und im Wind wiegenden Getreidefeldern, durch idyllische Dörfchen bis zum Denkmal Reschndobl.

Der letzte Anstieg war steil, aber unter schattenspendenden Bäumen konnten die Biker während des Vortrags von Werner Meier verschnaufen. Der Heimatforscher erläuterte Interessantes über das Denkmal und korrigierte die meist falsch benannte Bezeichnung „Reschndobl“: „Richtig ist Reschdobl!“

Bereits bei der anschließenden Fahrt nach Beutelsbach flankierte die Radlkolonne die Felder der Familie Bachhuber, welche zu einem Zwischenstopp bei ihrem Hofladen im Ortskern einlud. Claudia und Max Bachhuber zauberten mit Unterstützung ihrer Familie ein großartiges Buffet mit Schnittlauch-Butterbroten, Erdäpfelkas, grünem Salat, Radieschen und Radi usw. – ein Gaumenschmaus als kostenloses Präsent an die Radler! Die Bachhubers klärten die Besucher über ihre 20-jährige Betriebshistorie und ihr Warensortiment auf, sowie die Möglichkeiten, wo ihre Produkte zu kaufen sind.

Nach dem gemütlichen Päuschen ging es hoch hinauf auf den Kleeberg bei Beutelsbach. Mittlerweile war Bürgermeister Michael Diewald zur Gruppe gestoßen und allesamt wurden feierlich von Schüssen der Böllergruppe der Reschndoblschützen Beutelsbach begrüßt. Stefan Resch, 1. Schützenmeister, ergriff das Wort und erklärte das „Drumherum“ des Denkmals und viele interessante Hintergründe ihres Vereins und des Böllerschießens allgemein. Viele Radler nutzten anschließend die Möglichkeit, sich die imposanten Stutzen der Schützen erklären zu lassen. „Wer Interesse hat, wir suchen immer Nachwuchs bei unseren Böllerschützen“, freute sich Herr Resch über die regen Nachfragen.

Wilde Kampfszenen aus dem Festspiel „Lieber bairisch sterben... Aidenbach 1706“ zeigte der Kultur- und Festspielverein Aidenbach am Denkmal Handlberg. (Foto: Markt Aidenbach)

Rasant über Wald- und Feldwege ging die Abfahrt vom Kleeberg, die zum Glück ohne Unfälle vonstattenging. Der letzte Part der Strecke, wo noch einmal schweißtreibend in die Pedale getreten wurde, war hinauf zum Handlberg. Große Augen machten die Radler, als sie dort von Soldaten, Bäuerinnen und Bauern und dem Sensenmann empfangen wurden. Der Kultur- und Festspielverein mit den Kanonenschützen der Bauernkämpfer zeigten umrahmt von einer traumhaften Sommerkulisse eine Kurzversion des Festspiels „Lieber bairisch sterben... Aidenbach 1706“. „Wow!“ und „Ich bin jetzt total ergriffen...“, waren die Kommentare der applaudierenden Zuschauer. Karl Obermeier sprach am Denkmal Handlberg noch einige Worte zum Thema Bauernschlacht von 1706, die auch die Dramatik dieser Geschichte hervorhoben.

Der Geschäftsführer der Tourismusgemeinschaft, Matthias Hiergeist, bedankte sich an dem tollen Panoramaplatz noch bei allen Mitwirkenden und Organisatoren und lud zur gemeinsamen Einkehr zum Kirchenwirt in Aidenbach ein. Bei einem „isotonischen Getränk“, das der Wirt den Bikern spendierte, genoss man die Darbietung der Aidenbacher Salutschützen der FSG und ließ die angestrengten „Radl-Wadl“ entspannen.


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