30.05.2018, 10:49 Uhr

Hilfe in der Not Wenn die Armut im Alter auf die Seele drückt…


Verein „Lichtblicke“ unterstützt Menschen und ihre vierbeinigen Freunde

PASSAU Wenn der sichere Sattel des Lebens verlassen wurde, reicht der Passauer Verein „Lichtblicke für Menschen und Tiere“ eine helfende Hand. Vereinsvorsitzender Reinhold Jungwirth kann erneut über erfolgreiche Hilfseinsätze berichten:

Seit 10 Jahren leben Waterloo und Daisy auf dem Gnadenhof der Familie Reihofer in Saldenau (Landkreis Freyung). Trotz guter Gesundheit sollen sie jetzt, auf den Willen ihres Besitzers, zum Schlachter, um weitere Unkosten zu vermeiden. Für den 26-jährigen Waterloo hat sich eine Stallgemeinschaft gebildet, die durch monatliche Einstellzahlungen dem Wallach das Leben gerettet hat. Aber auch die Rheinländerstute Daisy würde mit ihren 22 Jahren noch gerne einige Seniorenjahre auf dieser Erde verbringen. Der Verein „Lichtblicke für Menschen und Tiere“ in Passau, sowie die Tierschutzbewegung Ostbayern haben bisher durch diverse Zahlungen das Schlimmste verhindert. Auf lange Sicht wird aber eine Patenschaft für Daisy gesucht. Die gutmütige Stute würde sich auch als Beistellpferd in einem anderen Pferdestall eignen.

Das Leben hat es mit Monika S. (Name geändert) nicht unbedingt gut gemeint. Mit der Krankheit verlor sie zudem ihren Arbeitsplatz und kann mit fast 60 Jahren auch auf keine Anstellung mehr hoffen. Als den Verein der Hilferuf ereilte, hatte die ordentliche Frau keinen Cent mehr im Geldbeutel. Der kleine Schuldenberg, die Unterstützung von Mutter und Sohn, lassen keine großen Sprünge mehr zu. Neben den ideellen Hilfen, durfte die Frau auf Kosten des Vereins einen Einkaufswagen in einem Supermarkt füllen, um somit die nächsten Wochen zu überbrücken.

Der Kontakt zu kirchlichen Organisationen wird oft durch den Verein hergestellt: „So durften wir mit unserer Stubenmusikgruppe und den Halser Musikanten einen lustigen Hoagarten gestalten. Etliche Spieler der Achatiusmusik sind zudem Mitglieder der Organisation. Das freundschaftliche Verhältnis zu rumänischen Gastpriestern war der Anlass, für die Kirche in Giurgiu ein Benefizkonzert zu geben. Zusammen mit unserer finanziellen Aufrundung konnte Pfarrer Marius Antalute für seine Pfarrei im Osten von Europa 1000 Euro mitnehmen und wird das dringend benötigte Geld in seiner Heimat gut verwerten“, erzählt Jungwirth.

Wenn der Hund zu Besuch im Altenheim ist, herrscht Hochstimmung bei vielen Bewohnern. Das flauschige Fell, der eingehende Blick und die ständigen Aufforderungen, gestreichelt zu werden, machen „Flocke“ zum absoluten Favoriten im Malteser Stift St. Nikola. Allein durch seine Anwesenheit gelingt es dem Hund, in die Gesichter der Menschen ein Lächeln zu zaubern. Für viele Insassen werden dann Erinnerungen an eine frühere Zeit mit den eigenen Tieren geweckt. Der Vereins-Name „Lichtblicke für Menschen und Tiere“ kommt dann voll zur Geltung.

Reinhold Jungwirth: „Nach einer kurzen Überprüfung der Bedürftigkeit helfen wir weiterhin gerne in Notfällen unter der Tel. 0851/34324.“


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