01.05.2018, 17:10 Uhr

Kunst- und Fotoausstellung Impressionen aus der Partnerstadt Třeboň

Von links: Flötengruppe Rozeta, Eva Jirsová, Ehepaar Paloda, Mirko Dudycha, Martina Vrchotová, Jitka Bednářová; v. r.: Landrat Sebastian Gruber, Marina Reitmaier-Ranzinger. (Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)Von links: Flötengruppe Rozeta, Eva Jirsová, Ehepaar Paloda, Mirko Dudycha, Martina Vrchotová, Jitka Bednářová; v. r.: Landrat Sebastian Gruber, Marina Reitmaier-Ranzinger. (Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)

Schon lange bestehen vielseitige Verbindungen des Landkreises Freyung-Grafenau zum Nachbarland Tschechien. So wurde 2017 die Partnerschaft mit der südböhmischen Stadt Třeboň ins Leben gerufen.

FREYUNG-GRAFENAU Das Jagd-Land-Fluss-Museum in Schloss Wolfstein zeigt daher zwei besondere Ausstellungen: zum einen fotografische Impressionen der Stadt Třeboň und Umgebung, und zum andern die Bilder des Künstlers František Líbal (1896 – 1974), der seine Heimat, die südböhmische Teichlandschaft, in impressionistischer Manier darstellt.

Landrat Sebastian Gruber begrüßte die Gäste mit einem Vergleich. Hatte früher Schloss Wolfstein die Aufgabe, die Grenzen zu sichern und Feinde abzuwehren, ist es heute ein Ort der Begegnung für Kunst und Kultur. Ganz besonders freut es ihn, zur Ausstellungseröffnung Gäste aus Třeboň willkommen zu heißen: die Leiterin der Kulturabteilung Alena Seberová, die Pressesprecherin Jitka Bednářová, die Referentin für ausländische Beziehungen Martina Vrchotová sowie Nichte und Neffe des Künstlers Eva Jirsová und Martin Paloda und natürlich die Flötengruppe Rozeta, die die musikalische Umrahmung gestaltete. Jitka Bednářová betonte in ihrer Begrüßung - übersetzt von Martina Vrchotova, mit den Fotos und Bildern ein kleines Stück von Třeboň nach Freyung gebracht zu haben. Sie geben einen Eindruck in das Charakteristische der Landschaft, die melancholisch und schwermütig, dramatisch und fesselnd, aber auch heiter und idyllisch auf den Besucher wirken kann.

Nach einer Einführung in das künstlerische Werk František Líbals durch die Museumsleiterin Marina Reitmaier-Ranzinger, übersetzt von Landkreismitarbeiterin Selma Keck, kamen die Nichte und der Neffe des Künstlers zu Wort. Diese pflegen das Vermächtnis des Onkels und in einem Frage- und-AntwortGespräch erfuhren die Besucher viel Persönliches über den Künstler, seine Malweise, den vielen Besuchen in seiner Prager Wohnung und den Exkursionen in die Natur, die den Maler in seinem Schaffen inspirierte. Er war ein großer Naturliebhaber und mit nur ein paar Strichen gelang es ihm, das Wesentliche festzuhalten.

Diese Skizzen wurden dann im Atelier in Třeboň und in Prag zu den oft großformatigen Bildern ausgearbeitet. Trotz seiner freien künstlerischen Art war er sehr strukturiert, hatte feste Tagesabläufe, die er akribisch verfolgt hat. Nur so war es ihm möglich, so ein riesiges Werk zu schaffen. Denn seine Bilder waren sehr begehrt. Neben den Landschaftsbildern entstanden auch viele Stadtansichten und Architekturstudien sowie Portraits, die in allen Teilen Europas und sogar bis über den Atlantik ihre Käufer fanden, sodass der Künstler gut von seiner Kunst leben konnte. Der Stadt Třeboň schenkte er eine Art Querschnitt seines Schaffens, wodurch die Stadt eine der größten Sammlungen besitzt, die zum Teil im dortigen Museum ausgestellt ist.

Beide Ausstellungen sind noch bis September in Schloss Wolfstein in Freyung zu sehen, geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr. Weitere Infos unter www.jagd-land-fluss.de.


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