04.12.2017, 13:23 Uhr

Festspiel-Programm vorgestellt Bevor 2019 alles anders wird, gibt‘s 2018 viel Bewährtes bei den Europäischen Wochen

Thomas E. Bauer, Intendant der Europäischen Wochen Passau. (Foto: EW Passau)Thomas E. Bauer, Intendant der Europäischen Wochen Passau. (Foto: EW Passau)

Intendant Thomas E. Bauer kündigt Umbau der EW von Grund auf an - Vorverkauf hat begonnen

PASSAU Solistische Hochkaräter wie die Cellistin Sol Gabetta, weltbekannte Ensembles wie das Bruckner Orchester Linz, die Regensburger Domspatzen oder der Stuttgarter Kammerchor, renommierte Interpreten aus der Region, eine Neuauflage des Festspielballs sowie mit Mozarts „Zauberflöte“ eine märchenhafte Opern-Eigenproduktion: Die Festspiele Europäische Wochen Passau warten in ihrer 66. Edition vom 23. Juni bis 22. Juli 2018 mit einem so erstklassigen wie abwechslungsreichen Programm auf.

40 Veranstaltungen an fünf Wochenenden, ein dreitägiges „Vorspiel“ mit Schafkopfturnier und Wagners „Fliegendem Holländer“ in Kooperation mit dem Landestheater Niederbayern sowie ein „Nachspiel“ mit Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ in Burghausen verwandeln den Sommer 2018 einmal mehr in ein Superfest der Hochkultur.

Als Glanzpunkt zum Festspiel-Auftakt bringen Wolfgang Katschner, die Lautten Compagney und der EW-Festspielchor am 23. Juni Monteverdis „Marienvesper“ zu Gehör. Am Abend des gleichen Tages wartet Martin Grubinger mit einem furiosen Percussion-Programm in der Deggendorfer Stadthalle auf.

Mit Grigory Sokolov gibt sich am 8. Juli einmal mehr einer der weltweit renommiertesten Pianisten in Passau die Ehre – während tags zuvor Mozarts „Requiem“ mit den Bamberger Symphonikern unter Enoch zu Guttenberg durch die Basilika Niederalteich hallt.

„Dass die Festspiele 2018 einige Ähnlichkeiten mit den Europäischen Wochen 2017 aufweisen, ist gewollt“, betont EW-Intendant Thomas E. Bauer. Er möchte so manche Interpreten mit erneuten Engagements noch enger ans Publikum binden – und gleichzeitig den „Neubau“ der Europäischen Wochen für das Festspieljahr 2019 vorbereiten.

Details verrät der Intendant derzeit noch nicht – nur so viel: „Um die Zukunftsfähigkeit der Festspiele zu gewährleisten, bauen mein Team und ich die Europäischen Wochen gerade um.“ Eine notwendige Neuordnung, deren Konzept dann nicht nur die Stadt Passau, sondern ganz Niederbayern einbinden wird. Denn: „Die Festspiellandschaft hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Wir erleben eine geradezu inflationäre Verdichtung von Angebot und Anbietenden“, beobachtet Bauer.

Um die Einzigartigkeit der Europäischen Wochen auch weiterhin zu gewährleisten, müssten die Festspiele mittelfristig reagieren, ist der Intendant und Sänger sicher: „Es ist mir wichtig, unsere Veranstaltungen nicht nur als Deckmäntelchen zu begreifen.“ Thomas E. Bauer möchte vielmehr weiter daran arbeiten, vor allem Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Notwendigkeit der Kultur für eine zivilisierte und demokratische Gesellschaft nahezubringen.

Eine kleine Veränderung der bisherigen EW-Struktur gibt’s mit „Osterbarock“ übrigens schon im nächsten Jahr, wenn drei ausgewiesene Meister der historischen Aufführungspraxis vom 1. bis 3. April 2018 in Passau aufschlagen: der französische Cembalist Jean Rondeau, die italienische Gamben-Prinzessin Maddalena del Gobbo – und Altmeister Sigiswald Kuijken mit seinem Ensemble La Petite Bande.

Tickets und Programminfos gibt’s unter Tel. 0851/56096-26 sowie im Internet: www.ew-passau.de


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