28.10.2017, 11:26 Uhr

Im Oberhausmuseum Passau Fachtagung zum Thema „Geflüchtete und Migration im Museum“

Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold und Dr. Josef Kirmeier, Leiter des Museumspädagogischen Zentrums München. (Foto:Manfred Rauscher)Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold und Dr. Josef Kirmeier, Leiter des Museumspädagogischen Zentrums München. (Foto:Manfred Rauscher)

Mehr als 70 Teilnehmer waren am 26. Oktober zur Fachtagung der Bayerischen Museumsakademie zum Thema „Geflüchtete und Migration im Museum“ ins Oberhausmuseum gekommen.

PASSAU Nach Grußworten von Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold und Dr. Josef Kirmeier vom Museumspädagogischen Zentrum München wurden in Vorträgen und einer regen Publikumsdiskussion die aktuelle Situation geflüchteter Menschen und die Möglichkeiten der zielgruppenspezifischen Vermittlungsarbeit in Museen beleuchtet.

Besondere Fragestellungen zu den Voraussetzungen, der Sprache, der Methodik und Didaktik dieser museumspädagogischen Programme, aber auch die Herausforderungen wurden aufgezeigt und diskutiert. Dem Erfahrungsaustausch kam eine bedeutende Rolle zu.

Josef Zacher, Referent der Stadt Passau für Ordnung, Soziales und Familien und Horst Priebe von der Caritas Passau berichteten über die aktuelle Lebenssituation Geflüchteter in Passau. Über die zielgruppenspezifische Vermittlung in Museen referierten Iliona Bacher-Göttfried und Gabi Rudnicki vom Museumspädagogischen Zentrum München.

Am Nachmittag erörterte Sybille Draber von der Universität Passau die Frage, welche Rolle Museen beim Zweitspracherwerb spielen können. Amjad Abo Huwaij vom Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa“ stellte die Initiative „Fremdenfreundlichkeit“ vor. Die Museumspädagoginnen Jana Kohout und Verena Paradiso berichteten gemeinsam mit Dijwar Seifeddin vom Refugee Programm der Universität Passau über zwei Projekte zur Sonderausstellung „Passau von 1950 bis heute“ sowie die museumspädagogischen Programme im Bereich Zweitspracherwerb, die vom Oberhausmuseum angeboten werden.

An der abschließenden Diskussion beteiligten sich sowohl die anwesenden Museumspädagogen, Kulturvermittler, Lehrkräfte und Sozialpädagogen sowie auch die Teilnehmer des Refugee-Programms der Universität.

„Als Grenzstadt kommt der Stadt Passau schon seit jeher eine bedeutende Rolle im Rahmen von Flüchtlingsbewegungen zu. Die sinnvolle und vernünftige Integration, wie sie mitunter in Programmen wie PASSgenAU – einer Initiative, die sich an Kinder mit erhöhtem Förderbedarf richtet – umgesetzt wird, steht für die Stadt Passau ganz besonders im Fokus.“, so Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Rahmen seiner Begrüßungsworte.

 

„Durch spezielle Vermittlungsprogramme leisten Museen einen wertvollen Beitrag zur Integration.“, so Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold, „Als Kulturinstitution ist es unsere gesellschaftspolitische Aufgabe, uns mit den Themen Migration, Identität und Heimat auseinanderzusetzen. Zusätzlich zu unseren museumspädagogischen Programmen im Bereich Zweitspracherwerb haben wir deshalb auch im Rahmen der diesjährigen Sonderausstellung zwei Projekte zu genau diesem Thema realisiert.“


0 Kommentare