27.11.2019, 12:00 Uhr

Herzlichen Glückwunsch Josef Eibelsgruber ist der erste Kultur- und Kreativpreisträger


Die feierliche Preisverleihung ging im Kulturhof Mettenheim über die Bühne.

LANDKREIS MÜHLDORF. „And the winner is“ – es war kurz vor 20 Uhr, als Landrat Georg Huber den entscheidenden Umschlag öffnete und den Namen des ersten Kultur- und Kreativpreisträgers des Landkreises Mühldorf a. Inn bekannt gab: Josef Eibelsgruber. Der sichtlich bewegte Preisträger nahm eine von der Niederbergkirchner Glaskünstlerin Bettina Schranner entworfene Trophäe und einen symbolischen Gewinnscheck über 5.000 Euro entgegen.

Der Name Sepp Eibelsgruber wird im Landkreis Mühldorf a. Inn und darüber hinaus wie kein anderer mit der Blasmusik verbunden. „Da Musemoaster“ spielt seit mehr als 40 Jahren Trompete und steht für Hingabe für sein Instrument und die Blasmusik. Seit seinem 21. Lebensjahr leitet Eibelsgruber verschiedene Blasmusikgruppen und bildet diese auch aus. Seine Leidenschaft für die Musik verbindet der Vollblutmusikant mit sozialem Engagement. So unterstützt er seit 18 Jahren unter anderem mit Benefizkonzerten die Kinderkrebshilfe.

Es gab einen Gewinner, aber auf gar keinen Fall Verlierer. Keine leichte Entscheidung für die achtköpfige Expertenjury: „Alle Bewerbungen hätten den Preis verdient gehabt“, so Dr. Reinhard Baumgartner, Kreisheimatpfleger für Volksmusik im Landkreis Mühldorf a. Inn, der die Laudatio auf den Preisträger hielt. Insgesamt hatten 25 Kulturschaffende aus der gesamten Bandbreite der Kultur- und Kreativwirtschaft ihre Bewerbung eingereicht. Die hochkarätigen Bewerbungen stammten aus insgesamt elf Teilbereichen wie dem Buchmarkt, der Filmwirtschaft, der Designwirtschaft oder auch der Softwareindustrie.

Der Einladung zur offiziellen Preisverleihung in den Kulturhof nach Mettenheim waren über 110 Gäste aus Kultur und Politik gefolgt. Raimund Meisenberger, Leiter Ressort Feuilleton bei der Passauer Neuen Presse, moderierte den festlichen Abend. Das Duo „As time goes by“ mit Thomas Breitsameter, der übrigens selbst zu den fünf Finalisten gehörte, und Janusz Myschur umrahmte den Festakt musikalisch. Die fünf Bewerber, die es in die finale Entscheidungsrunde geschafft hatten, stellten sich selbst kurz vor. Neben den bereits erwähnten Eibelsgruber und Breitsameter waren dies Claus Freudenstein, Josef Pöllmann und Gabriele Röpke vom Kunstverein InnSalzach e.V. Es war eine würdige Feier für die Bewerber, aber auch für die Branche selbst, die man mit Aktionen wie diesen sichtbarer machen möchte. Denn allein im Landkreis Mühldorf a. Inn gibt es über 400 selbstständige Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Landrat Georg Huber betonte, dass es das Ziel sei, die Arbeit der Kreativschaffenden in der Region zu fördern und den Austausch untereinander zu verbessern. „Kunst und Kultur sind ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen regionalen Identität. Zur Attraktivität des gesamten Lebensumfeldes gehört auch ein breites und abwechslungsreiches Kulturangebot“, so der Landrat in seiner Rede.

Die Einführung des Kultur- und Kreativpreises im Landkreis Mühldorf a. Inn wurde von Günther Knoblauch angeregt und im Juli 2018 im Kreistag beschlossen. Alle zwei Jahre sollen damit Kreativschaffende im Landkreis Mühldorf ausgezeichnet werden. Der Preis wird nächstes Mal im Jahr 2021 ausgeschrieben. Für weitere Fragen steht Josef Geisberger von der Kreis- und Regionalentwicklung im Landratsamt Mühldorf a. Inn unter Telefon 08631/699-961 zur Verfügung.


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