28.10.2019, 13:27 Uhr

Europäisches Projekt Der Geschichte Waldkraiburgs auf der Spur

(Foto: Stadt Waldkraiburg)(Foto: Stadt Waldkraiburg)

30 Schüler und Schülerinnen aus Spanien, Slowakei, Luxemburg und Deutschland erarbeiteten eine Woche lang am Gymnasium Waldkraiburg mit besonders dazu ausgewählten Lehrkräften die Geschichte Waldkraiburgs. Dieses Projekt „Erasmus + Programm“ wurde auch mit EU-Mitteln bezuschusst.

WALDKRAIBURG. Neben vielen anderen Aktionen, die zur Vertiefung der besonderen Geschichte Waldkraiburgs beitragen sollten, war ein Teil der Gruppe zunächst mit der Museumsleiterin Elke Keiper auf Spurensuche im Waldkraiburger Stadtmuseum unterwegs. Am nächsten Tag war dann eine zweistündige Stadtführung mit Stadtführer Gert Hilger anberaumt worden. Im Team mit Gymnasiallehrer Andreas Nicklbauer und zehn weiteren Lehrkräften konnten die Sprachhürden mit Englisch und einem perfekt Spanisch sprechenden deutschen Schüler überwunden werden. Ziel der Exkursion sollte es sein, so waren sich alle Beteiligten einig, die einzigartige Entwicklung Waldkraiburgs von einer Sprengstofffabrik auf einem Bunkergelände mit über 500 Bunkern zu einer modernen Industriestadt aufzuzeigen. Besonders interessiert zeigten sich die Schüler und Lehrkräfte an der frühen Geschichte der Stadt mit der Ankunft und Integration der Vertriebenen, wie auch am „Mahnmal der Vertreibung“ am Stadtplatz. Sowohl im Stadtmuseum, wie auch am Mahnmal, wird auf sprechende Art und Weise die Herkunft der Vertriebenen und Flüchtlinge und der „steinige Weg“ in den Nachkriegsjahren anschaulich. Der Besuch des „Bunker 29“ und der Bunkerruine im Stadtpark am sogenannten „Ölberg“ bildeten den Abschluss einer Exkursion, die neben den theoretischen Vorarbeiten zur Geschichte Waldkraiburgs, auch „praktisches Anschauungsmaterial“ bieten konnte.


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