28.02.2019, 14:58 Uhr

Zusammenspiel d. Kräfte machts möglich Generalsanierung der Schwimm- und Turnhalle des

(Foto: Landratsamt Mühldorf)(Foto: Landratsamt Mühldorf)

Dass interkommunale Zusammenarbeit keine leere Worthülse ist, zeigt das Projekt Schulschwimmbad in Haag. Während vielerorts Schwimm-einrichtungen schließen müssen, konnte hier mit vereinten Kräften die kleine, aber feine Schul- und Freizeiteinrichtung auch für künftige Generationen erhalten werden. Durch die gemeinsame Anstrengung durch den Schulverband mit den Gemeinden Haag, Kirchdorf, Maitenbeth und Rechtmehring sowie Landkreis und Freistaat ist es gelungen, die Generalsanierung der Schwimm- und Turnhalle sowie der Erneuerung der Heizung auf den Weg zu bringen.

HAAG Generationen von Kindern aus dem westlichen Landkreis Mühldorf a. Inn haben hier wohl schon das Schwimmen gelernt. Dass dies auch künftig so sein wird, wurde durch ein Gemeinschaftsprojekt in interkommunaler Zusammenarbeit möglich gemacht. Das Schulschwimmbad in Haag ist mittlerweile 45 Jahre alt. Es dient dem Schulschwimmen und steht abends und am Wochenende auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auch den Vereinen und der Volkshochschule steht das Bad für Kurse und Trainingszeiten offen. Die Beliebtheit lässt sich an den Nutzerzahlen ablesen. 2015 und 2016 waren es in den Wintermonaten über 19.000 Besucher. Als die Grund- und Mittelschule vor zehn Jahren saniert wurde, wäre eine Sanierung finanziell nicht zu stemmen gewesen.

Als ein neues kommunales Investitionsprogramm aufgelegt wurde, ergriffen die Verantwortlichen die Gelegenheit beim Schopf und es wurde ein inter-kommunales Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt. Die Mitgliedsgemeinden im Schulverband Haag i. OB mit der Bürgermeisterin aus Haag i. OB und den Bürgermeistern aus Maitenbeth, Rechtmehring und Kirchdorf standen von Anfang hinter diesem Projekt. Da sich auch das Schulamt, das Gesundheitsamt und der Kreistag des Landkreises Mühldorf a. Inn der Bedeutung des Schwimmenlernens und damit dieser Einrichtung stets bewusst waren, beschloss der Kreistag, sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 240.000 Euro zu beteiligen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung einschließlich der Erneuerung der Heizung für die gesamte Schule betragen 7,8 Millionen Euro. Die Sanierung der Schwimmhalle schlägt mit 4,3 Millionen, der Turnhalle mit 2,8 Millionen und der Heizung mit rund 700.000 Euro zu Buche. Der Schulverbund muss 3,11 Millionen davon aufbringen. Der Freistaat Bayern fördert mit dem Kommunalinvestitionsprogramm S dieses Projekt mit über 1,2 Millionen Euro sowie durch die allgemeine Schulbauförderung mit 3,3 Millionen Euro. Zusammen mit dem Landkreis-Zuschuss liegt die Förderquote bei 60 Prozent. Damit bleibt unter anderem der Bestandsschutz für das 25-Meter Becken erhalten, es wird Barrierefreiheit geschaffen für Senioren aber auch im Sinne der Inklusion und durch das Schaffen von größeren Umkleiden gestaltet sich das Bad noch familienfreundlicher.

Für Haags Bürgermeisterin ist die Bad- und Turnhallensanierung ein „Paradebeispiel für ein interkommunales Projekt. Man kann es durchaus als Vorzeigeprojekt bezeichnen“, so Sissi Schätz. Auch Landrat Georg Huber sieht darin ein gelungenes Beispiel dafür, „was miteinander erreicht werden kann, wenn einzelne Gemeinden über ihre Grenzen hinaus mit Landkreis, Land und Bund an einem Strang ziehen.“

Auch für den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Stephan Mayer, ist das Projekt ein Paradebeispiel: „Mit dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds hat der Bund ein Sondervermögen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro eingerichtet: Ein Teil davon kommt nun auch direkt beim Haager Projekt an.“

Und Dr. Marcel Huber, MdL, betont: „Ich freue mich sehr über die Initiative, die sicher stellt, dass eine jahrzehntealte Institution, in der viele Kinder in Haag das Schwimmen erlernt haben, weiter bestehen bleibt. Dies ist durch eine beispielgebende interkommunale Kooperation möglich, welche von den Gemeinden des Schulverbundes Haag und dem Landkreis Mühldorf getragen wird. Selbstverständlich leistet auch der Freistaat über das Kommunalinvestitionsprogramm und die allgemeine Schulförderung seinen Beitrag.“


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