18.07.2018, 13:07 Uhr

Festwoche mit Schmankerln Gars feiert 1.250-jähriges Bestehen

Die Marktgemeinde Gars aus der Vogelperspektive. (Foto: Ferdinand Wimmer)Die Marktgemeinde Gars aus der Vogelperspektive. (Foto: Ferdinand Wimmer)

Die Marktgemeinde Gars mit ihren Vereinen, dem Pfarrverband und dem Kloster laden von 19. bis 23. Juli 2018 zur 1.250-Jahr-Feier ein.

GARS Einige Geschichten sind zu hören, wenn es darum geht, wie der Ort Gars und dessen Name entstanden sein soll. Eine davon berichtet, dass man beim heutigen „Am Turm“ sehr vielen Nattern den „Gar ausmachen“ musste, um das Gebiet besiedeln zu können. Daraus würde sich auch der heutige Ortsname ableiten, aus dem „Gar aus“ soll „Garaus“ und später „Gars“ entstanden sein.

Tatsächlich aber ist der heutige Ortsname auf das vorkeltische „ghor-o-tos“ (eingezäunter Ort) zurückzuführen, der sich im Laufe von rund 3.000 Jahren zum heutigen „Gars“ entwickelt hat. Prähistorische Funde deuten darauf hin, dass es vor rund 3.000 Jahren im Bereich des heutigen Gars am Inn eine erste Ansiedlung gab, die sich ausschließlich auf den Marktplatz und die Marktstraße erstreckte.

Vor rund 1.250 Jahren aber wurde Gars, wie auch Au am Inn, erstmals urkundlich erwähnt. In Gars war es der Kleriker Boso, nach dem heute die Bosostraße benannt ist, der mit Erlaubnis von Herzog Tassilo III. eine Zelle und damit den Grundstein für das heutige Kloster errichtete. Auch wenn damit lediglich feststeht, dass im Jahr 768 – zu der Zeit fand man zum Beispiel noch kein München auf den Karten – eine Zelle gegründet wurde und damit eigentlich das Kloster sein 1.250-jähriges Bestehen feiert, ist es doch nicht falsch, dies auch mit der eigentlichen Gründung der Gemeinde in Verbindung zu bringen.

Anlässlich des 1.250-jährigen Bestehens lädt die Gemeinde mit ihren Vereinen, dem Kloster, dem Pfarrverband und dem Gymnasium zu einigen Veranstaltungen und Festlichkeiten ein: Vom 19. bis 23. Juli findet eine Festwoche auf dem „Alten Bolzplatz“ (alte Grundschule) mit allerlei musikalischen Schmankerln statt.

Am Donnerstag erfolgt um 19 Uhr der Einzug auf das Festgelände, bevor es um 19.30 Uhr heißt: „Ozapft is!“

Der Freitag steht im Zeichen der Zeltdisco mit dem „SAS“ Discoteam (ab 21 Uhr).

Einen besonderen Höhepunkt bildet am Samstag, ab 13 Uhr, eine „Zeitreise durch Gars“, bei der Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap auf dem Gelände des Gymnasiums gemeinsame sportliche Wettkämpfe austragen und dabei viel über die Geschichte von Gars und dem Kloster spielerisch erleben werden. Die Preisverleihung erfolgt um 17 Uhr. Dazwischen (um 15 Uhr) ist der Seniorennachmittag. Um 18 Uhr werden die Partnergemeinden begrüßt und ab 19 Uhr steigt das Musikantentreffen der Blaskapellen.

Der Sonntag beginnt um 8 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück gefolgt vom Kirchzug (9 Uhr) und dem Festgottesdienst mit Weihbischof Haßlberger (10 Uhr). Danach gibt es ab 11.30 Uhr einen Festzug durch Gars und ab 13 Uhr wird gemeinsam zu Mittag gegessen. Die Festansprachen – unter anderem von Dr. Marcel Huber und Landrat Georg Huber – werden ab 15 Uhr gehalten.

Am Montag, ab 18 Uhr, klingen die Festtage bei einem Kesselfleischessen aus.

Wichtig: Aus Gründen der Sicherheit wird darauf hingewiesen, dass ein Rucksack-Verbot besteht und es keine Möglichkeiten gibt, diese außerhalb der Veranstaltungsflächen zu lagern.


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