22.11.2017, 11:30 Uhr

Siegfried Rauch Freue mich vor allem darauf, durch Mühldorf zu spazieren

Kommt am 19. Dezember mit der Bergweihnacht in den Mühldorfer Stadtsaal: Siegfried Rauch. (Foto: NEIN)Kommt am 19. Dezember mit der Bergweihnacht in den Mühldorfer Stadtsaal: Siegfried Rauch. (Foto: NEIN)

Im Gespräch mit dem Wochenblatt verrät Siegfried Rauch, was sein besonderer Weihnachtsmoment war und warum er das Fest so gerne im Kreis der Familie verbringt. Am Dienstag, 19. Dezember, wird Siegfried Rauch mit der Bergweihnacht in Mühldorf gastieren und besinnliche Adventsgeschichten vorlesen.

MÜHLDORF Wochenblatt: Herr Rauch, Sie kommen am 19. Dezember mit der Bergweihnacht nach Mühldorf. Warum gerade eine Lesung mit Weihnachtsgeschichten?

Siegfried Rauch: Ich mag die vorweihnachtliche Stimmung sehr! Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung. Eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Es ist herrlich, mit der Familie die Weihnachtszeit zu verbringen. Ich möchte den Menschen diese Tage mit besinnlichen, nachdenklichen und witzigen Geschichten versüßen. Begleiten werden mich wundervolle Musiker. Mühldorf darf sich auf ein besinnliches Weihnachtskonzert freuen.

Hatten Sie zu Weihnachten einmal ein ganz besonderes Erlebnis?

Siegfried Rauch In jungen Jahren sollte ich in einem Märchen den bösen Fliegenpilz spielen, das war in Bremen. Mein Bruder Hermann konnte und wollte nicht verstehen, dass ich deshalb nicht nach Hause kommen würde. „Du kommst nach Hause! Ich weiß noch nicht wie, aber irgendwie krieg ich es hin“, sagte er am Telefon. Hermann rief – ohne mein Wissen den Intendanten an. Natürlich ohne Erfolg. Da telefonierte er mit dem Regisseur. Der kam daraufhin mit hochrotem Kopf zu mir: „Ihr Bruder! Hat er noch alle Tassen im Schrank? Der wollte, dass ich Ihre Rolle übernehme, damit Sie Weihnachten nach Hause können!“ Ich entschuldigte mich dafür und sagte ihm, er solle es vergessen. „Leicht gesagt“ schnaubte er. „Ich habe mich überreden lassen.“ Mein fürsorglicher Bruder reservierte mir ein Flugticket und schickte dem Regisseur zur Entschädigung ein Päckchen mit modischen Pullovern. So verbrachte ich auch im 26. Lebensjahr Weihnachten bei meiner Familie!

Von den Weltmeeren zurück in die Heimat: Was bedeutet Heimat für Sie? Ist sie Ihnen nicht zu eng?

Siegfried Rauch Ich genieße die Natur und jeden Tag. Außerdem mache ich mein Holz ja selbst. Ich fahre in meinen Wald, fälle die Bäume, bringe ich sie nach Hause und zerkleinere sie. Es ist ein wundervolles Gefühl, wenn man mit eigenem Holz die Stube einheizt. Im Sommer fahre ich viel Fahrrad und gehe jeden Tag im See schwimmen. Das Oberland hat viele Seen, das macht Spaß und hält mich fit.

Sie sind in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden. Man sieht es Ihnen überhaupt nicht an ...

Siegfried Rauch: (lacht). Vielen Dank für das Kompliment. Ja, es stimmt, aber wissen sie, es ist immer wichtig, wie alt man im Herzen ist und man muss sich immer bewegen und seinen Kopf fit halten, dann ist man auch mit 85 Jahren noch jung (lacht wieder).

Freuen Sie sich auf Mühldorf?

Siegfried Rauch: Sehr. Wir waren vor ein paar Jahren schon mal mit der Bergweihnacht in Mühldorf. Vor vielen Jahren war ich auf einer meiner Theatertourneen bereits dort zu Gast. Ich freue mich vor allem darauf, durch die Stadt zu spazieren und Menschen zu treffen.

Was sind Ihre nächsten Pläne?

Siegfried Rauch: Jetzt gehen wir erst mal auf große Weihnachtstournee. Ich spiele immer noch im Bergdoktor und bei den Knallerkerlen in SAT.1 mit. Sie sehen, mir wird es nicht langweilig werden.


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