23.03.2020, 15:16 Uhr

Lernblog für „Corona-Ferien“ „Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen“


Der Online-Blog einer Mutter und Lehrerin aus Pfettrach bietet für Eltern kreative neue Möglichkeiten, wie die Kids in den „Corona-Ferien“ zu Hause lernen können – innovativ und gemeinsam – auch ohne Schule.

Pfettrach. „Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen!“ Das dachte sich Susanne Frank für ihre drei schulpflichtigen Kinder, die jetzt unverhofft „Corona-Ferien“ haben. Ihnen geht es so, wie allen Schülern in Bayern. Damit die Zeit nicht sinnlos vertan ist, stellt die Lehrerin jetzt den „Lernblog“ zur Verfügung. Damit soll den Eltern ein Instrument an die Hand gegeben werden, um ihren Nachwuchs möglichst sinnvoll und unterrichtsnah zu beschäftigen. Mehrmals täglich füttert die 37-Jährige jetzt ihren Blog auf www.dasbestedrausmachen.eu

„Ein bisschen Unterricht ergänzen, am Ball bleiben und dabei viele unterschiedliche Methoden ausprobieren. Es soll Spaß machen“, sagt die Pfettracherin. Als Lehrerin kann Susanne Frank auf viele Materialien zurückgreifen. Um das Wissen mit anderen Eltern zu teilen, hatte sie zunächst eine Whats-App-Gruppe gegründet. Das Interesse war jedoch so groß, dass kurze Zeit später unter technischer Mithilfe von Anja Spies, einer Freundin von Susanne Frank, der Online-Blog entstand.

„Wir haben jetzt die Chancen, einmal was Neues auszuprobieren, anders zu lernen“, so Frank. Die auf dem Online-Blog vorgestellten Übungen, Spiele und Aufgaben sind für Kinder jeden Alters und auch für weiterführende Schultypen. Eltern können auch selbst kreativ werden und eigene Ideen an die Bloggerin schicken, die sie „gerne aufnimmt“. Der Blog bietet zum Beispiel Kategorien wie „Basteln“, „Bewegen“ oder auch „Fit für den Alltag“ – aber auch „Fremdsprachen“, „Mathe“, „Kreativität“, „Natur“, „PC“ und „Reden“ sind dabei. „Geschwister können miteinander lernen“, erklärt Frank weitere Detail der ergänzenden Übungsvorschläge.

Besonders gut käme auch die Idee an, ein Corona-Tagebuch zu führen. Die Kinder notieren dabei, was sie heute hören, damit sie es in 30 Jahren noch nachlesen können. Zu dieser Übung habe sie auch schon positive Rückmeldungen von Eltern aus anderen Bundesländern bekommen. Frank ist jedenfalls überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. „Mein 13-Jähriger Sohn hat gestern freiwillig ein 30 Minuten langes Referat enthusiastisch vorgetragen. Morgen will er wieder! Dann stellt er sein Lieblings-PC-Spiel der Familie vor. Wir können unseren Kindern so die Möglichkeit geben, sich selbst neu zu entdecken.“


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