18.04.2019, 15:07 Uhr

„Das Rheingold“ feiert Premiere Das zähe Ringen um die Macht

(Foto: Peter Litvai)(Foto: Peter Litvai)

Das Landestheater Niederbayern fiebert der Premiere des wohl größten Musiktheaterwerkes der Geschichte entgegen: Am 27. April öffnet sich der Vorhang für die Niederbayerische Erstaufführung von Richard Wagners „Das Rheingold“, dem Auftakt der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“, die komplett bis einschließlich 2022 am Landestheater zu sehen sein wird.

LANDSHUT Nach dem überragenden Erfolg von Wagners „Tristan und Isolde“ und „Der Fliegende Holländer“ wagt sich das Landestheater Niederbayern an das wohl größte Musiktheater-Projekt seiner über 65-jährigen Geschichte: 2019 startet mit „Das Rheingold“ die niederbayerische Erstaufführung von Richard Wagners weltumspannendem Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“. Die Premiere von „Das Rheingold“ im Landshuter Theaterzelt am 27. April um 19.30 Uhr ist bereits restlos ausverkauft – für folgende Vorstellungen sind noch Karten verfügbar.

Der Ursprung des Nibelungenliedes wird im Raum Passau vermutet. Richard Wagner begnügte sich allerdings nicht mit dem mittelhochdeutschen Heldenepos, er wollte über ältere nordische Quellen auch die Vorgeschichte des sagenhaften Nibelungenschatzes erzählen – davon handelt „Das Rheingold“. Die Magie der unberührten Natur des Rheins im berühmten Es-Dur-Vorspiel währt nicht lange: Mit dem Raub des Rheingolds durch den Nibelung Alberich, der sich daraus einen mächtigen Ring schmiedet, beginnt das zähe Ringen um die Macht – zwischen Zwergen, Riesen und Göttern. Ein jeder will sich den Reif gewinnen – sei es durch Verzicht, Betrug oder durch Raub.

Die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ ist in ihrer musikalischen und sprachlichen Textur einzigartig und wie nebenbei behandelt das Opus alle universalen Themen. Kaum eine andere Geschichte durchdringt so sehr unsere moderne Kultur: Parallelen finden sich überall – von „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“, über „Marvel’s The Avengers“ bis „Game of Thrones“.

Regie führt Intendant Stefan Tilch, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Basil H. E. Coleman inne. Stephan Bootz, der bereits als König Marke und Daland am Landestheater gefeiert wurde, singt Wotan; die junge, auf internationalen Bühnen gastierende Sopranistin Christel Loetzsch ist als seine Ehefrau Fricka zu erleben. Ya-Chung Huang von der Deutschen Oper Berlin singt den Feuergott Loge; Stefan Stoll verkörperte die Partie des Alberich bereits an den Staatstheatern von Nürnberg und Karlsruhe. In weiteren Rollen zu erleben sind: Heeyun Choi (Fasolt), Jens Waldig (Fafner), Thomas Stückemann (Mime), Lucie Ceralová (Erda), Kathryn J. Brown (Freia), Peter Tilch (Donner), Jeffrey Nardone (Froh), Maria Pitsch (Woglinde), Sabine Noack Wellgunde), Reinhild Buchmayer (Flosshilde).

„Das Rheingold“ wird von der Lindner Group finanziell unterstützt.

Nach der Premiere am 27. April ist „Das Rheingold“ im Landshuter Theater noch am 5., 25. und 30. Mai zu sehen. Karten gibt es im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus (9 – 18 Uhr; Altstadt 315, 84028 Landshut), an der Theaterkasse im Theaterzelt (Do 17 – 19 Uhr & Fr 11 – 13 Uhr), Telefon: 0871/92208-33, theaterkasse@landshut.de, sowie rund um die Uhr im Webshop. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor der Vorstellung. Alle Termine und weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.


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