01.02.2019, 08:57 Uhr

Niederbayerisches Kulturgut übergeben Couplet-Buch von Fritz Person für Achdorfer Bürgerverein

Persons Enkelin Christine Brenner und Gerd Steinberger, Vorsitzender des Bürgervereins Achdorf. (Foto: pm)Persons Enkelin Christine Brenner und Gerd Steinberger, Vorsitzender des Bürgervereins Achdorf. (Foto: pm)

Am Mittwoch kam es im Zollhaus zu einem Treffen der ganz besonderen Art. Die Enkeltochter des weit über die Grenzen Landshuts hin bekannten Achdorfer Musikers Fritz Person, Christine Brenner (geborene Person), übergab ein von Hand geschriebenes Couplet-Buch an den Vorsitzenden des Bürgervereins Achdorf Gerd Steinberger.

LANDSHUT „Mit diesem Buch erweitern wir unsere Sammlung um ein großes Stück der kulturellen Geschichte Achdorfs. Ich bin Frau Brenner für dieses große Vertrauen sehr dankbar. Wir werden dieses wertvolle niederbayerische Kulturgut auch in Ehren aufbewahren und behandeln“, so Steinberger. Der Bürgerverein Achdorf habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Achdorfs aufzuarbeiten und zu archivieren, damit auch noch in vielen Jahren die Bürger*innen nachvollziehen können, in welch traditionellem Landshuter Stadtteil sie leben.

In diesem Couplet-Buch hat Fritz Person seine G’stanzl-Texte aufgeschrieben, die er auch teilweise mit dem wohl allseits bekannten „Roider Jackl“ gesungen hat.

In den Anfangsjahren der Stadtkapelle Landshut, in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts, war Person hier der 1. Dirigent. Er führte die Tradition der Achdorfer Musikerfamilie Person von Kindesbeinen an weiter. Fritz Person war nicht nur durch die Musik beliebt und populär geworden. Sein Humor, seine Bescheidenheit und vor allem seine lustigen musikalischen Vorträge zur Gitarre haben ihm zu einem hohen Bekanntheitsgrad verholfen. „Es ist ein schöner Zufall, dass wir mit Frau Brenner die Enkeltochter eines so bekannten Achdorfers ausfindig machen konnten.“ Der Ort der Übergabe, im Gasthaus Zollhaus sei hingegen kein Zufall, sondern habe auch mit der Familientradition der Persons zu tun. Brenner ist seit einigen Jahren die Geschäftsführerin des Achdorfer Gasthauses Zollhaus, aber viel wichtiger sei, dass ein Familienmitglied der Persons im 19. Jahrhundert selbst das Gasthaus Zollhaus geführt habe und da schließe sich der geschichtliche Kreis wieder.

Steinberger betonte nochmals wie wichtig solche zeitgeschichtlichen Kulturstücke für den Erhalt und die Weitergabe von Tradition sei, auch deshalb habe er gemeinsam mit anderen Achdorfer Bürger*innen diesen Verein gegründet.

Der Verein werde sich mit diesem Erbe beschäftigen und einen G’stanzl-Abend planen, um dieses Vermächtnis und diese bayerische Tradition den jetzigen Generationen näher zu bringen und weiterleben zu lassen.


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