05.12.2018, 07:49 Uhr

Karin Rabhansl im Rocket Club Liederbayern strikes back!

(Foto: Katja Ruge)(Foto: Katja Ruge)

Aus dem tiefsten Bayerischen Wald – wo die Menschenfresser hausen, Irrlichter des Nachts im Wald umherschwirren und die Menschen noch an Gott glauben – von dort stammt die furchtlose Liedermacherin Karin Rabhansl. Jetzt macht sich die Ringelprinzessin auf, mit einem Sack sinisterer Geschichten im Gepäck, und schaut mit ihrer Rockband am 9. Januar um 20 Uhr im Rocket Club vorbei, um im Rahmen von „Umsonst & Drinnen“ ihr neues Album „Tod & Teufel“ zu präsentieren.

LANDSHUT Karin Rabhansl hat ihre Seele an den Teufel verkauft. Zumindest hat es sich gelohnt: „Tod & Teufel“, das vierte Studioalbum der Sängerin und Gitarristin aus dem niederbayerischen Trautmannsdorf, ist eine Mörder-Scheibe geworden: Leichtfüßig grenzüberschreitend, frei von jeglicher Befindlichkeitssäuselei und weder Kaff noch Großstadt (weil du das Mädchen zwar aus dem Wald, aber den Wald nicht aus dem Mädchen kriegst).

No fillers just killers, wie man in Karins Heimatdorf unweit von Passau zu sagen pflegt. Oder wie es die Menschen in ihrer derzeitigen Wahlheimat Nürnberg auszudrücken pflegen: Liederbayern strikes back!

Zugegeben: „Tod & Teufel“, die neue LP/CD von Karin Rabhansl, ist ein wenig sinister geraten. Ein düsteres Rockalbum mit krummen Taktarten und allerlei Geschrei.

Eine Dämonenplatte.

Diesmal ist die Ringelprinzessin abgetaucht in die Abgründe und Untiefen der menschlichen Seele. Rabhansl erzählt von Werwölfen und Irrlichtern, über Alter, Einsamkeit, Stalker, Organhandel, faustsche Vertragsangebote und darüber, dass man es eh keinem Recht machen kann auf dieser Welt.

Auch musikalisch hat sich einiges getan. Wenn man schon eine Rockband hat, dann kann man es auch mal ordentlich krachen lassen, nickt das Stromgitarrenmädchen und gibt die Devise aus: Pop raus, Rock rein! Das neue Programm ist gestartet. Die Themen werden wilder, die Ziele exotischer. Ab jetzt ist wieder alles offen im Rabiversum: Karin Rabhansl segelt weiter ins Abenteuer, immer der Nase nach, und wahrscheinlich ist es das, was wir an der liederbayerischen Niedermacherin am allermeisten mögen: ihre Neugier. Und ihre Unerschrockenheit.


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