25.10.2018, 19:00 Uhr

Vortrag von Autorin Sudabeh Mohafez „Schrille Töne auf engen Bühnen“

(Foto: Markus Kirchgessner)(Foto: Markus Kirchgessner)

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Sudabeh Mohafez kommt im Rahmen der Interkulturellen Tage des Gymnasiums Seligenthal in Zusammenarbeit mit dem „Internationalen Forschungszentrum Chamisso“ der LMU München und der Robert Bosch Stiftung am Montag, 5. November, um 19 Uhr nach Landshut in die Aula des Gymnasiums Seligenthal.

LANDSHUT Schon ihr Lebenslauf verspricht einen äußerst interessanten Abend. Mit einem iranischen Vater und einer deutschen Mutter vereint sie beide Kulturen.

In Teheran geboren, kam Mohafez während der iranischen Revolution mit 16 Jahren nach Deutschland. In Berlin studierte sie Musik, Anglistik und Erziehungswissenschaften und arbeitete u.a. als Leiterin eines autonomen Frauenhauses zur Gewaltprävention und Krisenintervention. Weitere Stationen waren Lissabon und Stuttgart. Seit 1999 veröffentlicht Sudabeh Mohafez in deutscher Sprache Romane, Erzählungen, Kürzestprosa, Essays, Lyrik, Theaterstücke, Reportagen und Portraits. Zudem übersetzt sie aus dem Englischen, Persischen und Portugiesischen. Derzeit bekleidet sie eine Poetikdozentur an der LMU München.

In ihrem Erzählband „Wüstenhimmel – Sternenland“ und ihren Romanen „Gespräch in Meeresnähe“, „brennt“ und „Behalte den Flug im Gedächtnis“ thematisiert sie immer wieder auf spannende und anrührende Weise den Brückenschlag zwischen den Kulturen sowie den Versuch, in einer unübersichtlichen Welt eine eigene Identität zu finden.

Auch bei ihrem Vortrag in Seligenthal wird sie die Bedeutung der Mehrsprachigkeit in der Gegenwartsliteratur und im zeitgenössischen Feuilleton thematisieren sowie ihre Auswirkungen auf die Arbeitsweisen von Autor*innen, die sich trotz einer anderen Muttersprache des Deutschen als bevorzugte Literatursprache bedienen. Der Eintritt ist frei.


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