23.08.2018, 15:00 Uhr

Tag des offenen Denkmals am 9. September „Entdecken, was uns verbindet“


Am Sonntag, 9. September, findet bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Das diesjährige Motto lautet „Entdecken, was uns verbindet“. Bei einigen Führungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt; hierfür gibt es ab 24. August in der Tourismus-Information im Rathaus Karten. Die Besichtigung der Gebäude und die Teilnahme an den Führungen sind kostenlos.

LANDSHUT In Landshut bieten sechs Vereine, Pfarreien und Institutionen in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet für kulturelle Angelegenheiten der Stadt verschiedenste Programmpunkte am Tag des offenen Denkmals an.

Mit dabei sind die „Freunde der Altstadt“, das „Bauzunfthaus“, die Pfarrei St. Martin, die Regierung von Niederbayern (Staatliches Bauamt) und von Seiten der Stadt – die Museen und die Untere Denkmalschutzbehörde. Folgende Baudenkmäler haben am Denkmaltag geöffnet (Öffnungszeiten, siehe unten): das Bauzunfthaus, die Dominikanerkirche, die Schatzkammer St. Martin, die Vorgängerkirche von St. Martin und der ehemalige Bierkeller des Balsschlösschens. Darüber hinaus werden zahlreiche Führungen angeboten, unter anderem in den Dachstühlen der Martinskirche und der Heilig-Geist-Kirche. Bei einigen Führungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt; hierfür gibt es ab 24. August in der Tourismus-Information im Rathaus Karten. Die Besichtigung der Gebäude und die Teilnahme an den Führungen sind kostenlos.

Das Faltblatt mit den wesentlichen Programminformationen liegt in der Tourismus-Information im Rathaus in der Altstadt und im Bürgerbüro im Rathaus II an der Luitpoldstraße aus. Es kann auch online unter www.landshut.de heruntergeladen werden. Geringfügige Programmänderungen sind möglich.

Geöffnete Baudenkmäler

Bauzunfthaus – Historisches Brunnenhaus, Dreifaltigkeitsplatz 2, geöffnet von 10 bis 16 Uhr: Der Wasserturm „Altes Brunnenhaus“ wurde als Wehrturm im Zuge der Stadtmauererweiterung etwa Mitte des 13. Jahrhunderts, das „Neue Brunnenhaus“ noch vor Ende des 16. Jahrhunderts errichtet. Das ehemalige Brunnenhaus war bis 1898 Verteilerstation für die Wasserversorgung der Stadt Landshut und wurde bis ins Jahr 1978 für Wohnzwecke genutzt. Die Stadt Landshut hat das Gebäude von 1978 bis 1984 saniert. Heute beherbergt der restaurierte Turmbau den gemeinnützigen Verein Bauzunfthaus, dessen Mitglieder sich der Pflege des alten Handwerks und der Denkmalpflege verschrieben haben. Das umfangreiche Angebot im Bauzunfthaus am Denkmaltag ist dem Programfaltblatt zu entnehmen.

Dominikanerkirche St. Blasius, Regierungsplatz 541, geöffnet von 10 bis 17 Uhr, Orgelmusik um 11 und um 14 Uhr: Die ehemalige Dominikanerkirche St. Blasius in Landshut wurde 1271 im frühgotischen Stil erbaut. In den Jahren 1747 bis 1749 schuf der Münchener Hofkünstler Johann Baptist Zimmermann eine Innenausstattung von unnachahmlicher Eleganz, wobei er nicht nur die Dekoration, sondern auch die gesamte Raumplanung selbst ausführte. So zählt die Dominikanerkirche am Regierungsplatz zu den hervorragendsten Schöpfungen des Bayerischen Rokoko.

Schatzkammer in der Allerseelenkapelle der Stiftsbasilika St. Martin, Martinsfriedhof 225, geöffnet von 13 bis 17 Uhr, ab 13 Uhr Kurzführungen zu jeder vollen Stunde durch Yvonne Gentzsch beziehungsweise Manfred Gebel: Rund um die Martinskirche bestand seit dem Mittelalter ein Friedhof. Die zugehörige Kapelle, die Allerseelenkapelle, birgt inzwischen die Schatzkammer der Stiftsbasilika. Dort werden kostbare Gegenstände aus dem gottesdienstlichen Leben in St. Martin aufbewahrt: Kelche und Monstranzen, Messgewänder und Mitren, bis hin zu den Musikinstrumenten, die in den großen Orchestermessen zum Einsatz kamen. Eine Reliquie, die einmal im Jahr, beim Kastulusfest, in der Kirche gezeigt wird, ist das „Kastulus-Brot“: ein Stein, der nach der Legende ein Brot war, das infolge bösen Geizes zu Stein geworden ist.

Vorgängerkirche von St. Martin, Martinsfriedhof 219, Eingang in der Basilika, geöffnet von 13 bis 17 Uhr, ab 13 Uhr Kurzführungen zu jeder vollen Stunde durch den Kirchenpfleger Hubert Gruber: Nach der Fundamentsanierung, die 1991 abgeschlossen war, hat man einen Teil der Grabungen unter St. Martin zu einem begehbaren Raum ausgebaut. Dort sind Reste des Portals und des Mauerwerks der romanischen Vorgängerkirche zu sehen. Schautafeln dokumentieren die konstruktive Sanierung des Baukörpers, eine außerordentliche Ingenieurleistung des letzten Jahrhunderts. Außerdem bewahrt die Vorgängerkirche Holzpfähle aus dem alten Fundament und steinerne Masken von der Verzierung des Dachgesimses von St. Martin auf, um sie vor der Verwitterung zu schützen.

Ehemaliger Bierkeller des Balsschlösschens (heute Ottonianum), Innere Münchener Straße, Eingang gegenüber der Alten JVA (Hausnummer 4), geöffnet von 10 bis 17 Uhr: Nach einer kurzen Einführung wird der Keller für kleine Gruppen von maximal zehn Personen zeitgleich geöffnet. Wasserdichtes und festes Schuhwerk ist erforderlich. 1839 wurde das heutige Ottonianum von Johann Baptist Bernlochner für den Braumeister Josef Bals gebaut – mit einem vornehmen Sommerbiergarten. Nach dem Bauherren wurde es Balsschlösschen oder Balskeller genannt. In diese Zeit fällt wohl auch die Anlage des Kellers in der Inneren Münchener Straße, der mit einem Versorgungsschacht mit dem Balsschlösschen verbunden war. 1882 war es schließlich vorbei mit den vergnügten Biergartenbesuchen. Das Haus wurde von der Stadt Landshut zum Realschulpensionat „Erziehungsinstitut Ottonianum“ umgebaut.

Führungen

- 10 Uhr: Stadtführung: „Wie das 19. Jahrhundert Landshut veränderte“ mit Max Tewes. Treffpunkt Altstadt 94/95, Modegeschäft Brax beim Narrenbrunnen.

- 10.30 Uhr: Spaziergang durch die Landshuter Altstadt „Bauen und bewahren – verschwunden und verloren“ mit Josef Wiesmüller, Architekt, und Thomas Stangier. Treffpunkt: Dreifaltigkeitsplatz, Herzog Ludwig-Denkmal.

- 11 Uhr: Führung „Architektur – ein Blick hinter die Kulissen“ im Skulpturenmuseum mit Sieglinde Brams-Mieskes. Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus.

- Ab 13 Uhr zu jeder vollen Stunde: Kurzführungen durch die Schatzkammer von St. Martin durch Yvonne Gentzsch beziehungsweise Manfred Gebel.

- Ab 13 Uhr zu jeder vollen Stunde: Kurzführungen in der Vorgängerkirche von St. Martin durch den Kirchenpfleger Hubert Gruber.

- 13 Uhr: Führung zum Dachstuhl von St. Martin mit Günther Knesch. Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus.

- 13.30 Uhr: Johann Wallner führt zu ausgewählten Bauten Johann Baptist Bernlochners. Treffpunkt: Innenhof Bauzunfthaus.

- 14 Uhr: Führung zum Dachstuhl von St. Martin mit Günther Knesch. Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus.

- 14.30 Uhr: Spaziergang durch die Landshuter Altstadt „Bauen und Bewahren – Verschwunden und Verloren“ mit Josef Wiesmüller, Architekt, und Thomas Stangier. Treffpunkt: Dreifaltigkeitsplatz, Herzog Ludwig-Denkmal.

- 14.30 Uhr: Führung mit Max Tewes durch die Heilig-Geist-Kirche (inklusive Dachboden). Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus; festes Schuhwerk erforderlich.

- 15 Uhr: Führung zum Dachstuhl von St. Martin mit Günther Knesch. Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus.

- 16 Uhr: Führung mit Max Tewes durch die Heilig-Geist-Kirche (inklusive Dachboden). Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus; festes Schuhwerk erforderlich.

- 16 Uhr: Führung zum Dachstuhl von St. Martin mit Günther Knesch. Begrenzte Teilnehmerzahl: Zutritt nur mit Führungskarte, erhältlich ab 24. August in der Tourismus-Info im Rathaus.

Ausstellung

Fotoausstellung „Fünf Jahre Altstadtfreunde Landshut. Bürgerschaftliches Engagement für den Denkmalschutz in der historischen Hauptstadt Altbayerns“ in der Kleinen Rathausgalerie Landshut, Altstadt 315; geöffnet am Denkmaltag von 10 bis 17.30 Uhr.


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