25.06.2018, 09:09 Uhr

Die Frist ist um… Johannes Reitmeier inszeniert den „Fliegenden Holländer“ bei den Burgenfestspielen

(Foto: Peter Litvai)(Foto: Peter Litvai)

Am Freitag, 29. Juni, feiert die zweite Hauptproduktion der diesjährigen Burgenfestspiele Niederbayern, inszeniert von Johannes Reitmeier, Premiere im Landshuter Prantlgarten: Richard Wagners „Der fliegende Holländer“.

LANDSHUT Wenn die Temperaturen nach oben schnellen und des Abends ein laues Lüftchen weht, zieht es auch das Landestheater Niederbayern nach draußen. Alljährlich im Sommer finden die Burgenfestspiele Niederbayern statt, bei der auch Sänger, Orchester und Technik der Opernabteilung des Landestheaters Niederbayern in den Prantlgarten ziehen, um unter freiem Himmel packendes Musiktheater zu bieten. 2018 steht Richard Wagners erste vollkommene Schöpfung, mit der dieser zu seinem Stil fand: „Der fliegende Holländer“. Premiere ist am 29. Juni um 20.30 Uhr.

„Der Fliegende Holländer“ ist – anders als Wagners andere Werke – ausgesprochen kurz und sehr dicht komponiert: In knapp zwei atemlosen Stunden treibt das Verhängnis von Senta und Holländer auf das Unvermeidbare zu. Die schicksalhafte Verkettung ihrer beiden Leben kann keine Erfüllung im Diesseits finden. Denn der fliegende Holländer ist dazu verdammt, sein Leben auf den Weltmeeren zu fristen. Nur alle sieben Jahre darf er von seinem Geisterschiff an Land gehen, um eine Frau zu finden. Allein ihre Treue bis in den Tod könnte den Fluch aufheben und ihn von seinem Schicksal erlösen. Senta ist bereit, dieses Los auf sich zu nehmen. Der Jugendfreund Erik steht Sentas Entscheidung hilflos gegenüber, während ihr Vater Daland glücklich über den reichen Schwiegersohn ist.

Für die Regie der Wagner-Oper konnte abermals Johannes Reitmeier, ehemaliger Intendant des Landestheaters Niederbayern gewonnen werden, der bereits im letzten Jahr gemeinsam mit seinem Ausstatter Michael Zimmermann für die Erfolgsproduktion „Lucia di Lammermoor“ verantwortlich war. Der Däne Lars Møller singt die Titelpartie, die er bereits mehrfach verkörpert hat. Zwei gefeierte Sänger der niederbayerischen „Tristan und Isolde“-Produktion kehren ans Landestheater zurück: Annette Seiltgen (Senta) und Stephan Bootz (Daland). In weiteren Partien singen Jeffrey Nardone (Erik), Victor Campos Leal (Steuermann) und Sabine Noack (Mary). Den Chor des Landestheaters Niederbayern hat Eleni Papakyriakou einstudiert. Die Niederbayerische Philharmonie spielt unter der Leitung von GMD Basil H. E. Coleman.

Premiere ist am Freitag, 29. Juni, um 20.30 Uhr im Prantlgarten vor dem Skulpturenmuseum. Bei schlechter oder unsicherer Witterung findet die Aufführung im Landshuter Theaterzelt statt. Auf der Homepage (www.landestheater-niederbayern.de) sowie unter der Telefonnummer 0871-20667383 (Bandansage) wird am Veranstaltungstag ab spätestens 17 Uhr der Spielort bekanntgegeben.

Karten gibt es im Vorverkauf im Verkehrsverein im Rathaus (9.00 – 18.00 Uhr; Altstadt 315, 84028 Landshut), an der Theaterkasse im Theaterzelt (Freitag 11.00 – 13.00 Uhr, Telefon: 0871/92208-33, theaterkasse@landshut.de) und ab einer Stunde vor der Vorstellung an der Abendkasse. Alle Termine und weitere Informationen unter www.landestheater-niederbayern.de.


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