25.12.2017, 08:00 Uhr

Soulallnighter am 1.Weihnachtsfeiertag FMT lässt ein letztes Mal die Weihnachtspuppen tanzen!


Der kultige „Soulallnighter“ am 1. Weihnachtsfeiertag besiegelt nach 20 Jahren das Ende der „Freunde moderner Tanzmusik“.

LANDSHUT Wer hart gesottene DJs einmal weinen sehen will, der sollte am 26. Dezember um 5 Uhr morgens in den Stadtsälen Bernlochner zugegen sein. Denn wenn das letzte Lied des diesjährigen FMT-Soulallnighters ertönt, geht nicht einfach nur eine weitere Kult-Weihnachtsparty zu Ende, sondern gleichzeitig eine ganze Ära: die des Vereins „Freunde moderner Tanzmusik“.

„Wie heißt‘s immer: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Und das ist jetzt für uns alle nach 20 Jahren FMT, nach 18 Soulallnightern und vielen anderen legendären Partys wie ,Hawaii 5.0‘ im Stadtbad, ,Wild und wuschig‘, ,Disco-Disco‘ oder den ,Pfarrer-und-Flittchen‘-Sausen einfach der Fall“, erklärt FMT-Urgestein Charly Weinberger. „Wir sind, genauso wie unser Publikum auch, alle älter geworden, haben zum Teil sowohl beruflich als auch privat andere Prioritäten und Verpflichtungen. Nichtsdestotrotz haben wir zusammen in den vergangenen zwei Jahrzehnten großartige Partys mit tollen Leuten gefeiert – mit diesen Eindrücken möchten wir uns jetzt verabschieden. Und welch besseres Finale könnte es dafür geben als den Soulallnighter in den Stadtsälen Bernlochner?“, erklärt FMT-Urgestein Charly Weinberger.

Für seinen DJ-Kompagnon Juri Kram passt so ein fulminantes Ende auch perfekt zur FMT-Philosophie. Denn von Anfang an hätten die „Freude moderner Tanzmusik“ immer schon für das Unkonventionelle gestanden – angefangen von der Soul-, Funk- und Beat-Musik der 60er, 70er und 80er Jahre abseits des Mainstreams über wirklich aufwendige Deko, besondere Party-Locations und schicke Dress-Codes bis hin zu dem Aspekt, dass nie kommerzielle Gründe bei den Partys im Vordergrund gestanden seien, sondern allein der Spaß.

„Ein bisschen Jetset, ein bisschen Retro, ein bisschen St. Pauli, ein bisschen 60er Jahre – bei uns war es immer schon bunter und ausgefallener wie bei anderen Partys“, schmunzelt Kram, der „inoffizielle“ FMT-Vergnügungswart, der zusammen mit Dekomeister Sascha Streifeneder immer die Deko-Ideen in die Tat umsetzt.

Soul, Funk, Disco und eine aufwändige Deko

Leider war der Verein in seiner 20-jährigen Geschichte aber auch vor einem tragischen Kapitel nicht gefeit: dem Tod von FMT-Mitglied und Freund der Organisatoren, Dominik Brunner, 2009. „Ihm zum Gedenken geht der Reinerlös aus unseren FMT-Partys deshalb seit Jahren an die ,Dominik Brunner Stiftung‘. Das wird auch bei der letzten FMT-Party am 1. Weihnachtsfeiertag in den Stadtsälen Bernlochner der Fall sein“, verspricht Weinberger.

Dass diese übrigens wieder ein absoluter Erfolg wird, daran besteht schon jetzt kein Zweifel. Denn die im Vorverkauf verfügbaren Karten waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. „Die einzige Chance, um doch noch an eine der wenigen Restkarten zu kommen, ist die Abendkasse ab 20 Uhr. Aber auch da sollte man schnell sein“, rät Weinberger. Zwischen 21 und 1 Uhr sei der Zutritt zur Party nämlich nur mit gültiger Eintrittskarte gestattet. „Im Anschluss entscheidet wie immer der Füllgrad den Einlass.“

Wer es – wann auch immer – auf die Party schafft, der kann sich auf jeden Fall schon mal auf eine gigantische Soulallnighter-Sause auf drei Areas „in einer superschönen Location“ freuen. Im großen Saal drehen sich die Discokugeln zu klassischem Soul- und Northern Soul-Sound. Im Foyer im zweiten Stock ist die Disco-Area, eine feste Größe bei jedem FMT-Soulallnighter. Musikalisch gibt es dort vor allem Funk, Disco und Mashups. Ein besonderes musikalisches Zuckerl zum Abschluss ist die Tiki-Area. Dort legen die Beachbomb-DJs Soul’n’Roll auf.

Alle FMT-Freunde dürfen sich noch mal auf viele DJs aus den vergangenen 20 FMT-Jahren freuen: von den Urgesteinen Charles Ray, Texas Tex und Bernhard „Fleischi“ Fleischmann bis Sash Stripe, Fidel G, Kriss und M. Schimmerlos.

Und da die letzte Party vor allem auch stilvoll gefeiert werden soll, heißt es für die Gäste: rausputzen, was das Zeug hält! Wer statt im Mini, kurzen Schwarzen oder Anzug mit Sneakers, Caps und im Casual-Outfit erscheint, der muss leider draußen bleiben – was ja wirklich schade wäre. Immerhin ist es die letzte Möglichkeit, einen Soulallnighter und eine FMT-Party überhaupt mitzufeiern.

Apropos feiern: Trotz all des Abschiedsschmerzes, der in diesem Jahr am 1. Weihnachtsferitag mitschwingt, versprechen Charly Weinberger und Juri Kram, dass sie, zusammen mit den anderen „Freunden moderner Tanzmusik“, alles dafür tun werden, „damit unsere Gäste bis 5 Uhr morgens eine geniale Party erleben“, so Kram und seufzt: „Und erst danach ist ,FMT‘ nur noch eine ganz besondere, schöne Legende!“


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