24.12.2019, 12:35 Uhr

Musik „moderner“ Komponisten Traditionelles „Konzert zum Neuen Jahr“ in St. Laurentius

(Foto: Reinhold Furtmeier)(Foto: Reinhold Furtmeier)

Die Pfarrei St. Laurentius Neustadt an der Donau lädt auch im neuen Jahr wieder zum traditionellen „Konzert zum Neuen Jahr“ am Montag, 6. Januar 2020, um 16 Uhr in die Stadtpfarrkirche ein.

NEUSTADT AN DER DONAU Auf dem Programm des diesjährigen Neujahrskonzertes steht dabei unter anderem die „Missa festiva“ von Thomas Renner. Es ist die Neustädter konzertante Erstaufführung einer Messe, die der gebürtige Regensburger Komponist und ehemalige Domspatz (Jahrgang 1962) anlässlich des 50. Gründungsfestes des Ingolstädter Gnadenthal-Gymnasiums komponiert hat. Bei der Uraufführung dieser Messe im Ingolstädter Liebfrauenmünster im Jahr 2016 war der Leiter des Neustädter Kammerchors, Reinhold Furtmeier, auch zugegen und ab der ersten Minute von dem Werk, das viele Stilmerkmale zeitgenössischer Musik in sich vereint, begeistert: „die Musik ist rhythmisch kraftvoll und zupackend, harmonisch äußerst reizvoll und bietet auch schöne und gesangliche Melodien!“ Bereits die Besetzung des Werkes für Chor, Harfe, Bläser, Pauke und Orgel ist sehr ungewöhnlich und ausschlaggebend für die manchmal beinahe impressionistisch und exotisch wirkenden Klangfarben, die die Messe zu einem besonderen und nicht alltäglichen Hörerlebnis machen dürften.

Liturgisch vervollständigt wird diese Messe durch das Credo des Neustädter Organisten, Komponisten und Regionalkantors Joachim Schreiber (Jahrgang 1964). Der seit mittlerweile vier Jahren in Neustadt wirkende Musiker und Tonsetzer verwendet für sein Einzelwerk ebenfalls eine Orgel- und Bläserbegleitung und hat mit diesem von der Diözese Regensburg in Auftrag gegebenen Werk einen Kompositionswettbewerb gewonnen. Die Gegenüberstellung von zwei Messvertonungen beinahe gleich alter Komponisten wird sicher interessant werden.

Zu Beginn des Konzertes wird zunächst weihnachtliche Musik für Blechbläser, Orgel und Harfe geboten. Genau die Instrumente also, die die Begleitung des Chores bei der Messe übernehmen, werden hier rein instrumental zu hören sein. Nicht wie üblich ein Streichorchester, sondern das „Blechbläserquintett St. Laurentius“, das ausschließlich aus Musikern aus Neustadt und der näheren Umgebung besteht, bildet – zusammen mit der Orgel und der Harfe – das diesjährige Instrumentalensemble des Konzerts.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Konzertes liegt dabei auf Musik „moderner“, noch lebender Komponisten. Diesem Motto fühlt sich auch der „Chorblock“ verpflichtet, bei dem der Neustädter Kammerchor ausschließlich Chormusik zeitgenössischer Komponisten zu Gehör bringen wird. Eine gemäßigt mit Dissonanzen angereicherte Harmonik, ohrwurmträchtige Melodien sowie ein oftmals vielstimmig verwobener, „schwebender“ Chorklang sind typische Merkmale der modernen, momentan in Chorkreisen „angesagten“ Komponisten, die hier zu hören sein werden.

Man darf also wieder mal gespannt sein auf ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches, aber sicherlich nicht alltägliches Konzertprogramm, das die Neustädter Musiker ihren treuen Konzertbesuchern in dieser kirchenmusikalischen Stunde bieten und damit die neue kirchenmusikalische Saison eröffnen wollen.


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