21.11.2019, 15:59 Uhr

Niederbayern als Kunst-Region Der Bezirk Niederbayern fördert Kunst auf vielfältige Weise – regelmäßige Ankäufe geplant

(Foto: Kökenystudios Pfarrkirchen)(Foto: Kökenystudios Pfarrkirchen)

Niederbayern präsentiert sich als kunstsinnige Region: Mehr als 600 Künstler betreiben hier ein Atelier für Bildende Kunst. Deren Vielfalt präsentiert der Bezirk Niederbayern regelmäßig beim Aktionstag „Ateliers in Niederbayern“, einem Tag der offenen Tür in den Kunstwerkstätten der Region.

NIEDERBAYERN Einen dauerhaften Überblick über Kunstwerke im öffentlichen Raum gibt zudem die Online-Plattform www.kunst-niederbayern.de, die ebenfalls vom Bezirk betreut wird.

Darüber hinaus besitzt der Bezirk Niederbayern mit etwa 230 Werken eine eigene Kunstsammlung. Dieser Bestand ist im Wesentlichen in den Jahren 1953 bis 1998 angekauft worden. Aktuell befinden sich die Werke in den Räumen der Haupt- und Sozialverwaltung sowie diversen Bezirkseinrichtungen, aber auch im Regierungsgebäude und auf Schloss Neuburg. Die bezirkseigene Sammlung wird ab Januar 2020 katalogisiert. In seiner Sitzung vom 21. November 2019 entschied der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern, seinen Werkbestand zu vergrößern und künftig Kunstankäufe mit einem Budget von jährlich 6.000 Euro zu tätigen. Bezirkstagsvizepräsident und Ausschussvorsitzender Dr. Thomas Pröckl zeigt sich erfreut über das positive Abstimmungsergebnis: „Mit regelmäßigen Ankäufen kann der Bezirk konkret zur Förderung des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Region beitragen.“

Mit einem größeren Bestand an Kunstwerken in Bezirksbesitz könne zu einem späteren Zeitpunkt zudem eine weitere Idee verfolgt werden, um der Öffentlichkeit Bildende Kunst zugänglich zu machen: eine Artothek, bei der – ähnlich einer Bibliothek – Gemälde und Grafiken entliehen werden können. Diese aktive und innovative Form der Kunstvermittlung kann in der Bevölkerung Interesse an neuen Formen der Begegnung mit Kunst wecken und für viele ein Kunst-Original überhaupt erst zugänglich machen. Mit dem laufenden Erwerb zeitgenössischer Werke könnte eine Artothek auch Gegenwartskunst anbieten und zugleich – im Sinne des Fördergedankens – einen Beitrag für die heimischen Künstler leisten.


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