08.10.2019, 23:42 Uhr

Vorhang auf, Bühne frei Der „Abensberger Novembernebel“ sorgt wieder für einen kurzweiligen Herbst

(Foto: Knott, Stadt Abensberg)(Foto: Knott, Stadt Abensberg)

Shakespeare auf Baierisch? Ein Großstadtsingle, verstrickt in einer Dreiecksgeschichte – dargestellt von einem waschechten Pfarrer? Ein „Pack der guten Hoffnung“, unterwegs auf der MS Evangelika? – Die Kulturreihe „Abensberger Novembernebel“ bringt auch diesen Herbst und Winter einige Besonderheiten auf die Bühnen der Stadt im Herzen des Landkreises, die überraschend sind, vielseitig, und – viele davon hausgemacht.

ABENSBERG Melanie Schmid von der Verwaltung registrierte in den letzten Jahren, dass sehr viele Abensbergerinnen und Abensberger ihre kulturellen Aktivitäten gerne mit der Stadt gemeinsam veranstalten und anbieten. 2006, als sie erstmals mit den Planungen für den Novembernebel und die Frühlingsgefühle zu tun hatte, wurden die Angebote zu einem Drittel von heimischen Künstlern durchgeführt. Dies hat sich über die Jahre gesteigert, heute sind es rund zwei Drittel des kulturellen Angebotes, das von Abensbergern selbst angeboten wird.

Für Bürgermeister Dr. Uwe Brandl eine sehr schöne Entwicklung, die für ein attraktives und beileibe nicht alltägliches Angebot im Abensberger Herbst sorgt. Der Kulturbeauftragte Florian Krinninger sieht auch als Mitglied der Stadtkapelle ein hohes Maß an musischen Aktivitäten in seiner Heimatstadt; umso schöner sei es für ihn, dieses Engagement mit eigenen Veranstaltungsreihen und damit Auftrittsmöglichkeiten zu unterstützen und zu fördern.

Das Wichtigste beim Programmangebot aber ist schlicht: „Amüsiert’s eich einfach!“; der Titel des aktuellen Theatermix-Rundumschlags in Sachen Wirtshaus-Kabarett kann durchaus für das gesamte „Novembernebel“-Programm herhalten, wenn man die Termine überschaut: Die „Pinsel & Kamera“-Ausstellung von Photogilde und Kunstkreis im Kreuzgang hat bereits für große Augen gesorgt, die Aufführungen der „Theatermix“-Truppe im Lauberger sind wieder mit größtem Erfolg angelaufen, am Freitagabend, 11. Oktober, gibt es Klassisches vom Karlsruher Konzert-Duo Armleder und Hartmann mit Cello und Klavier im Aventinum, während im Theater am Bahnhof „Die lustigen Weiber“ nach Shakespeare in einer bayerischen Fassung erstmals über diese Bühne fegen.

Eine Woche später, am Freitag, 18. Oktober, sind Abensbergs „Radio Haze“ mit einer spannenden „Psychoustic Session“ im Aventinum angekündigt; tags darauf legt das „Pack der guten Hoffnung“ auf der MS Evangelika in der Bahnhofstraße ab und der Sonntag, 20. Oktober, bietet mit dem Kirta-Tanz der Höllentaler Blasmusik ab 15 Uhr im Jungbräu einen Termin an, bei dem auch die Liebe zur Blasmusik nicht zu kurz kommt. Und während die Buchhandlung Nagel im Einkaufszentrum am 25. Oktober ab 19.30 Uhr wieder über neue Bücher informiert, werden bei den „Sweet Highlights“ am selben Abend im Kreuzgang abermals Theaterfans verwöhnt – die Geiselfarce „Meier Müller Schulz“ mit der bereits erwähnten, ungewöhnlichen Besetzung des Pfarrers Wolfgang Schillinger als „Herr Meier“.

Einblicke in den Reisebericht des Joseph von Hazzi am 30. Oktober? Oder dürfen’s „Zwoa Achterl - bitte!“ sein, am 2. November? Ein tolles Jazzclub-Konzert mit Hans „Yankee“ Meier am 4. November, die Lesung „Der Gefangene der Gefühle“ am 7. November, Norisha von „The Voice of Germany“ mit Quartett und Soul in der Stimme am 8. November? Oder lieber lebhafte Zeitreisen mit dem Stadtmuseum und dem Theatrum Urbis, das ab dem 9. November Stadtführungen mit Theatereinlagen zum Abensberger Thema „Zwischen Weltkriegen und Wirtschaftskrisen“ anbietet? Wer’s gemütlicher mag, für den spielt die „Stub‘n Bluesi“ auf, am 9. November abends. Bei freiem Eintritt zeigt die Liedertafel Abensberg am 10. November, was stimmlich in ihr steckt, hier als Einstimmung zur Weihnachtszeit. Helmut Achtner wiederholt übrigens sein ausverkauftes Frühlingsgefühle-Konzert am 16. November – „hoffnungslos optimistische Lieder“, mit dabei Laura und ihr Papa Walter Heller.

Am 23. November treffen die Höllentaler Blasmusikanten und die Stadtkapelle Abensberg beim bunten Tanzabend aufeinander; beim mittlerweile vierten bunten Tanzabend im Gasthof Jungbräu kommt jeder Tänzer auf seine Kosten. Das „Quarteto Amaretto“ präsentiert sein musikalisches „Fernweh“ am 23. November, und im Kreuzgang wird am 28. November die Krippenausstellung des Krippen- und Kapellenvereins erstmals zu sehen sein. Weihnachtlich bleibt es dann – mit „Cinderella“ im Theater am Bahnhof ab dem 30. November, dem einmaligen Gastspiel der Schaubühne Augsburg am 15. Dezember und dem Stück „Das hässliche Entlein“ im Aventinum, gefolgt vom Adventskonzert der Pfarrei in der Pfarrkirche St. Barbara am selben Tag. Am 26. Dezember werden im Aventinum Weihnachtsklassiker zu hören sein, vorgetragen von drei wunderbaren Musikerinnen, dazu gibt es im Innenhof Glühwein und Gebäck.

Am 31. Dezember endet Abensbergs „Novembernebel“ traditionell mit dem „Dinner for one“ im Theater am Bahnhof. Im Internet unter www.abensberg.de gibt es alle Termine.


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