19.07.2019, 18:34 Uhr

Aus dem Entschädigungsfonds 700.000 Euro für das Rauchhaus – „Kelheimer Urgestein wird mit neuem Leben erfüllt“

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Sanierung des Rauchhauses in Kelheim wird mit 700.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt. Das gab Kunstminister Bernd Sibler in München bekannt.

KELHEIM „Es ist mir eine große Freude, dass wir das Rauchhaus in Kelheim mit 700.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können. Das Rauchhaus ist das älteste bekannte Gebäude der Stadt Kelheim und damit ein Kelheimer Urgestein im wahrsten Sinne des Wortes. Als künftiges Bürgerhaus soll dieses historische Zeitzeugnis nach Jahrzehnten wieder mit neuem Leben erfüllt werden. Das ist Denkmalschutz nahe am Menschen!“

Das zweigeschossige Jurahaus mit Treppengiebel steht in der Innenstadt von Kelheim direkt neben dem Rathaus. Die Bauforschung hat ergeben, dass das Erdgeschoss 1464 errichtet wurde, das Obergeschoss und das Dachwerk stammen von 1761. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude mehrfach überformt. Aus jener Zeit stammt auch der Treppengiebel. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Treppenhaus entfernt, sodass die Obergeschosse seitdem leer stehen. Das Gebäude wurde in den 1980er Jahren von der Stadt Kelheim zum Abbruch erworben. 30 Jahre wurde um den Erhalt gerungen. Bei der Zusammenstellung der Unterlagen für den Abbruch hat sich ergeben, dass das Gebäude das älteste bekannte Gebäude der Stadt Kelheim ist.

Aufgrund des 30-jährigen Leerstands herrschen statische Mängel am Gebäude. Deshalb soll das Rauchhaus unter restauratorischer Begleitung komplett instandgesetzt werden. Eigentümerin ist die Stadt Kelheim.

Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Die Maßnahme ist mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und wird von diesem fachlich begleitet.


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